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Niederkassel: Gülle aus den Niederlanden auf Niederkassels Äckern

Niederkassel : Gülle aus den Niederlanden auf Niederkassels Äckern

Es ist nicht das erste Mal, dass es zwischen dem Freibad Lörick und der Theodor-Heuss-Brücke nach Gülle stinkt. Denn regelmäßig düngt ein Landwirt dort seine Äcker.

Mitte vergangener Woche stank es wieder einmal so sehr, dass die Nachbarschaft heftig protestierte und argwöhnte, dass die niederländischen Tanker ihre stinkende Last dort nur verklappen wollen. Doch ist alles legal. Der Landwirt hat die Flächen von der Stadt gepachtet und darf sie vor Beginn der Vegetationsperiode bis zum 31. März düngen. Vom 1. November bis 31. Januar gibt es eine generelle Sperrfrist, in der keine Gülle auf die Felder kommen darf.

Inge Banz vom Umweltamt bestätigt, dass der Landwirt seinen gepachteten Acker düngen darf. "Mitarbeiter von uns sind der Sache nachgegangen, waren draußen und haben die starke Geruchsbelästigung ebenfalls festgestellt." Sicher sei das ein Konflikt zwischen der Nachbarschaft und dem Bauer, der seine Felder von Zeit zu Zeit düngt. Doch müsse in diesem Fall die vorübergehende Geruchsbelästigung hingenommen werden (inzwischen hat sich der Gestank weitgehend verflüchtigt).

enn die Düngung ist legal und auch von der Landwirtschaftskammer Mettmann genehmigt beziehungsweise geprüft worden. Der Landwirt bestelle die sogenannte Gülle in eigener Verantwortung und trage auch die Kosten. Ein Nebeneffekt der landwirtschaftlichen Nutzung dieser Fläche sei, dass sich der Bauer auch um das Areal drum herum kümmere, Gras mähe und so auch eine soziale Kontrolle gegeben sei.

Ein Teil der Äcker an dieser Stelle gehört der Stadt, ein Teil ist in Privatbesitz. Einst zog dort Bauer Heinz Pütz sein Gemüse, das er bis zu seinem Tod im Schuppen seines Hauses verkaufte.

(hiw)