Golzheim: Grün für die neue Lärmschutzwand

Golzheim : Grün für die neue Lärmschutzwand

Mindestens 15 000 Euro kostet die Bepflanzung an der Uerdinger Straße.

An Uerdinger- und Johannstraße wird vom Eingang zur Tiefstraße bis zur Rampe der Theodor-Heuss-Straße derzeit eine Lärmschutzwand von fast einem Kilometer Länge errichtet. Damit sollen rund 1850 Anwohner entlastet werden, die nach Messungen der Stadt zum Teil erheblich unter dem Verkehrslärm in dem Bereich leiden. Geplant ist eine eineinhalb Meter hohe Wand aus Aluminium, weil das hochabsorbierend ist. Dagegen hatte es zunächst Widerspruch aus der Nachbarschaft gegeben, einige Anwohner hatten sich an die Bezirksvertretung gewandt mit der Forderung, stattdessen eine gläserne Wand zu errichten. Das lehnte die Verwaltung mit dem Hinweis ab, dass Glas nicht annähernd so lärmschluckend ist wie Aluminium. Quasi als Ausgleich wurde in der BV 1 dann eine Begrünung vorgeschlagen und die Verwaltung beauftragt, die Umsetzung zu prüfen.

Die Antwort: Eine Begrünung ist im Abschnitt Uerdinger Straße nur einseitig in Richtung Rhein möglich. In Fahrtrichtung Heinrich-Erhardt-Straße gibt es einen schmalen, betonierten Randstreifen, der sich nicht bepflanzen lässt. An der Johannstraße ist dies dagegen auf beiden Seiten möglich, dort wächst ohnehin beidseitig Rasen. Ab Hausnummer 21 ist die Fläche dort allerdings ebenfalls versiegelt, kann also auch nicht bepflanzt werden.

Kosten würde eine Bepflanzung mit Wildem Wein, wie von der BV vorgeschlagen, rund 15 000 Euro. Die Folgekosten belaufen sich laut Verwaltung auf jährlich 8000 Euro. Eine alternative Bepflanzung mit Hainbuchen würde mit einmalig 50 000 Euro zu Buche schlagen. Folgekosten jährlich: 6000 Euro.

Allerdings weist die Verwaltung darauf hin, dass nur die Erstbepflanzung finanziert werden könne, und zwar über das städtische Lärmschutzprogramm. Die Folgekosten könnten zumindest auf diesem Weg nicht bestritten werden. Eine weitere Anwohnersorge konnte man ausräumen: Die neue Lärmschutzwand kann nicht mit Graffiti beschmiert werden. Sie erhält bereits bei der Errichtung einen entsprechenden dauerhaften Schutz.

(RP)