Grafenberg: "Zauberberg" entsteht am Waldesrand

Grafenberg : "Zauberberg" entsteht am Waldesrand

Das Luxus-Neubauprojekt der Grafental GmbH an der Ernst-Poensgen-Allee hat jetzt einen Namen. Das Bauvorhaben ist eines der dominierenden Themen, die den Bürgerverein Grafenberg in diesem Jahr beschäftigen.

Der Bürgerverein Düsseldorf-Grafenberg, der mehr als 200 Mitglieder zählt, hat bei seinem Jahresempfang die Ziele für 2017 vorgestellt. Dabei geht es um eine Verbesserung der Lebenssituation der Bewohner von Grafenberg und Ludenberg ebenso wie um die Begleitung von aktuellen politischen Entwicklungen und Bauprojekten. Bauvorhaben Die Grafental GmbH möchte auf einem Parkareal an der Ernst-Poensgen-Allee 3 mehrere Neubauten errichten.

Der Bürgerverein begrüßt das Projekt, das den Arbeitstitel "Zauberberg-Düsseldorf" trägt, da es sich dabei um eine behutsame Erneuerung handeln würde. Geplant sind auf dem 2,3 Hektar großen Gelände, das vor langer Zeit als Kinder- und Säuglingsheim genutzt und später dann von der Landesversicherungsanstalt Rentenversicherung übernommen wurde, zwei große Gebäudekomplexe und drei kleinere Gebäude. Dort sollen 80 Luxuswohnungen entstehen.

Die Gebäude sollen dabei nicht höher als die Bäume im Park geplant werden. "Wir wollen den Charakter der Anlage erhalten. Am Ende werden dort sogar mehr Bäume stehen als jetzt", verspricht Ulrich Tappe, Geschäftsführer der Grafental GmbH. Zudem soll die versiegelte Fläche verkleinert werden. "Ich habe Vertrauen, dass die Pläne dann auch wirklich so umgesetzt werden und es keine nachträglichen Vergrößerungen gibt", sagt der Vereinvorsitzende Reinhard Naujoks.

Grand Départ Der Bürgerverein veranstaltet gerne ausgefallene Parkfeste. Vor zwei Jahren beispielsweise trafen sich die Bürger passend zur Geburtstagsparade der Queen zu einem britischen Picknick im Gutenbergpark. In diesem Jahr nimmt der Verein den Grand Départ zum Anlass, am 2. Juli an der Ecke Graf-Recke-Straße und Ernst-Poensgen-Allee ein Picknick auszurichten. Dort wird die Strecke der zweiten Etappe der Tour de France entlangführen.

Stadtteilfest Erstmals seit vielen Jahren soll es wieder ein Grafenberger Stadtteilfest geben, das an der Geibelstraße ausgerichtet wird. Organisiert wird dieses von der Graf-Recke-Stiftung am 23. September. Der Bürgerverein, das DRK-Zentrum Grafental und das Projekt "Nachbarschaft stiften" werden sich an der Veranstaltung beteiligen. "Für unsere Senioren ist solch ein Fest eine gute Möglichkeit, andere Menschen aus der Gemeinde kennenzulernen und in Kontakt zu kommen", sagt Andrea Patt, Leiterin des DRK-Zentrums.

Staufenplatz Das Dauerthema Verschönerung des Staufenplatzes wird den Verein auch 2017 beschäftigen. Eine Zusage von Oberbürgermeister Thomas Geisel für eine Neugestaltung des zentralen Platzes im Stadtteil blieb allerdings beim Bürgerdialog im November aus. Auch eine Nivellierung des Platzes scheint in weite Ferne gerückt zu sein. "Weitere Probleme sind die Pferdetränke am Bismarkweg, die demnächst ebenso renoviert wird wie der Pavillon vor der Sparkasse am Staufenplatz, der sich in einem ziemlich erbärmlichen Zustand befindet"", sagt Naujoks.

"Vielleicht haben wir dafür bald einen neuen Mieter gefunden. Noch ist aber nichts in trockenen Tüchern."

(brab)