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Japanischer Jongleur beim Weihnachtscircus in Düsseldof

Artisten in Düsseldorf : Große Kunst mit kleinen Jo-Jos beim Weihnachtscircus am Staufenplatz

Ein japanischer Artist hat die Jonglage mit dem flinken Spielzeug zur Meisterschaft erhoben. Der Wahl-Düsseldorfer lebt direkt am Zirkusplatz.

Wer kennt sie nicht, die flinken Jo-Jos, die sich blitzschnell auf- und abrollen lassen? Der Jongleur Naoto hat aus seiner Leidenschaft für das Spielzeug große Kunst gemacht, die er ab Dienstag, 21. Dezember, beim Weihnachtscircus am Staufenplatz vorführt.

In der Manege werden zurzeit noch die letzten Handgriffe erledigt. Das neue Zelt des Weihnachtscircus, der in Grafenberg bis zum 9. Januar gastiert, hat 574 Plätze und wurde vergangenen Freitag von einem Zirkuspfarrer geweiht. Die Lüftungstechnik ist auf dem neusten coronakonformen Stand und über 20 internationale Artisten sind teilweise von recht weit her angereist. Naoto musste hingegen nur eben über die Straße gehen. Denn der Wahl-Düsseldorfer mit japanischen Wurzeln wohnt mit seiner Familie gleich gegenüber des Zirkusplatzes.

„In den 1990ern waren Jo-Jos mal eine Zeit lang sehr angesagt. Ich war so fasziniert, dass ich dabei geblieben bin“, verrät der Vater einer kleinen Tochter. Blitzschnell schwirren seine Jo-Jos – Spezialanfertigungen aus Metall und Hartplastik – durch die Luft. Das Auge des Zuschauers kann kaum folgen. Naoto hat das Jo-Jo-Spiel zur großen Kunst erhoben und tritt mit seinen Tricks weltweit in Varietés, Shows und eben auch im Zirkus auf. Besonders Kinder machen große Augen, wenn er mit seinen Jo-Jos jongliert. Erwachsene fragen sich, wie er es schafft, dass sich die dünnen Kordeln nicht andauernd verknoten.

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In Naotos Heimat Japan gibt es zwar wie hierzulande Jo-Jo-Meisterschaften, doch Artisten, die wie Naoto damit auch auf der Bühne stehen, sind eher selten. Für den Weihnachtscircus ist seine Showeinlage ein Gewinn, gerade weil sie so ungewöhnlich ist und Naoto seine Tricks mit sehr viel Charme vorführt. „Aber ich spreche dabei kein Wort“, schmunzelt der 32-Jährige. Der Künstler möchte seinem Publikum nicht erklären, was er macht. Vielmehr will er es überraschen, unterhalten und nicht zuletzt staunen lassen. Denn die Frage nach dem „Wie macht er das bloß?“ steht dabei immer im Raum.

„Übung macht den Meister“, so viel verrät der Artist dann doch augenzwinkernd und behauptet, „das ist gar nicht so schwer, wie es aussieht“. Dabei war manch einer als Teenager schon froh, wenn er sein Jo-Jo unbeschadet erst runter- und dann wieder aufrollen lassen konnte. Geschweige denn, es waagerecht oder in die Luft zu katapultieren, um es geschickt wieder komplett aufgerollt mit der Hand aufzufangen.

Info Der Weihnachtscirucus gastiert bis Sonntag, 9. Januar, am Staufenplatz, mit Vorstellungen für die ganze Familie auch an den Feiertagen. Infos zu Terminen und Tickets unter: www.weihnachtscircus-duesseldorf.de. Eintrittskarten gibt es ab 19 Euro. Für die Besucher gilt die 2G-Regel.