Grafenberg: Haltestelle am Staufenplatz wird umgebaut

Grafenberg : Haltestelle am Staufenplatz wird umgebaut

Im Zuge der Arbeiten für die Wehrhahnlinie werden viele Haltestelle um- und vor allem barrierefrei ausgebaut. Bei der einen ist das weniger aufwendig, bei der nächsten sehr wohl. Das trifft mit Abstrichen auch auf die Haltestelle an der Burgmüllerstraße zu, die - zentral am Staufenplatz gelegen und mit aktuell vier Straßenbahn- und drei Buslinien von vielen Fahrgästen als Umsteigemöglichkeit genutzt - künftig auch von der neuen Linie U73 angefahren wird. Für die Niederflurbahnen mit einer Zuglänge von 60 Metern ist die Haltestelle aber schlichtweg zu kurz. Auch die vorhandene Ausstattung lässt zu wünschen übrig.

Zumindest die notwendige Höhe für einen barrierefreien Ein- und Ausstieg besitzen die beiden Bahnsteige bereits, es fehlt nur an beiden Seiten jeweils eine Rampe. Zudem werden taktile Leitelemente für sehbehinderte Personen hinzugefügt. So weit, so gut: Es fehlen jedoch mindestens sieben Meter Länge an beiden Bahnsteigen, der zur Verfügung stehende Straßenraum auf der Grafenberger Allee ist aber begrenzt. Die Lösung: Die Ampelanlage Richtung Arbeitsamt/Metro wird um rund 15 Meter verschoben. Durch die dann mögliche Verlängerung der Bahnsteige müssen jedoch Fahrbahnen, Geh- und Radwege in ihrer Breite reduziert werden. Da die Beleuchtung nicht mehr modernen Ansprüchen genügt, muss auch diese ausgetauscht werden. Veränderungen an den Gleisanlagen sind nicht notwendig. Die Umbaukosten für die Rheinbahn belaufen sich auf rund 214 000 Euro. Die Realisierung soll noch in den laufenden Sommerferien angegangen werden und vier bis fünf Wochen dauern.

Quer gegenüber von der Haltestelle Burgmüllerstraße liegt der Staufenplatz-Pavillon mit einigen Läden, der jedoch ganz schön in die Jahre gekommen ist. Eine optische Aufwertung, so heißt es von Seiten der Stadtverwaltung, würde rund 18 000 Euro, ein Austausch der Fenster und Türen gar 35 000 Euro kosten - Investitionen in die Bausubstanz und die Elektroanlagen nicht mitgerechnet. Für eine entsprechende Sanierung sei aktuell aber kein Geld vorhanden.

(arc)
Mehr von RP ONLINE