Drei Künstlerinnen verschönern Treff in Düsseldorf-Grafenberg

Stadtteile : Ein Triptychon für „das Rund“

Drei Künstlerinnen verschönern den neuen Treffpunkt in Grafenberg.

„Das Rund“ im Pavillon am Staufenplatz ist der neue Treffpunkt in Grafenberg. Bislang fehlte es noch ein wenig an Ambiente in dem umfunktionierten Ladenlokal. Vor kurzem ist aber zumindest schon mal die Kunst eingezogen in das Büro, das von evangelischer und katholischer Kirche, Graf-Recke-Stiftung und Bürger-Verein sowie dem DRK-Seniorenzentrum in einer Kooperation betrieben wird.

Die Künstlerinnen Gudrun Krüger, Beatrix Halm-Schloesser und Bettina Kleinschmidt haben ein Triptychon erschaffen, ein dreiteiliges Bild, aber mit einer einheitlichen Aussage. „Es geht um das Unterwegssein, und zwar hin zum Rund“, erklärt Halm-Schloesser die Botschaft. Dabei erkennt der Betrachter Menschen verschiedener Hautfarbe, alte und junge, im Rollstuhl sitzend oder auch mit Kopftuch. „Das Rund soll ja ein Ort der Begegnung sein, wo neue Nachbarschaften geknüpft werden können, sich Menschen näher kennenlernen, wo aber auch gezielte Beratung stattfindet“, erläutert Bettina Kleinschmidt.

Bereits während der Renovierungsphase hätten die drei Hobby-Künstlerinnen sich besprochen und abgestimmt über Motiv, Farben, Stimmung des Triptychons, „ohne den Anspruch, dass etwas ganz Tolles dabei herauskommt. Aber das Ergebnis kann sich doch sehen lassen“, sagt Gudrun Krüger mit gesundem Selbstbewusstsein. Rund 14 Tage hat das Trio zur Fertigstellung benötigt. „Da ich zuvor noch nie mit Acryl gearbeitet habe, habe ich etwas länger gebraucht“, sagt Krüger lächelnd.

Ein Triptychon wurde ursprünglich vor allem als Andachts- oder Altarbild verwendet, wobei das mittlere Werk die zentrale Botschaft verkündet, während die äußeren Bilder eher Nebenschauplätze wiedergeben. Moderne Triptychen von Otto Dix, Max Beckmann oder Oskar Kokoschka handeln jedoch auch von Krieg, Mythologie oder historischen Themen.

Die drei Frauen im besten Alter nehmen regelmäßig an einem Malkurs im Melanchthonhaus an der Graf-Recke-Straße 211 teil, ganz ungezwungen, 14-tägig, in kleinem Kreis, „aber wir geben uns gegenseitig Tipps, rufen uns an, bleiben stets in Kontakt“, sagt Marianne Vonnahme, die nicht am Triptychon beteiligt war, aber ihren Mitstreiterinnen die Öffentlichkeit nun von Herzen gönnt. „Jeder hat einen anderen Anspruch, ich male eigentlich lieber abstrakt, Gudrun zum Beispiel naturalistisch, aber wir finden immer zusammen“, erzählt Bettina Kleinschmidt. Am Donnerstag, 18. April, um 17 Uhr findet der Malkurs wieder statt, „wer einmal reinschnuppern möchte, ist bei uns immer willkommen“, sagt Beatrix Halm-Schloesser.

Mehr von RP ONLINE