Kriegerdenkmal Reeser Platz : Werkstatttag zum Kriegerdenkmal auf dem Reeser Platz

Kunstkommission will im November über die Zukunft des Denkmals diskutieren und dabei auch die Anwohner in Golzheim einbeziehen.

Die im März gegründete Kunstkommission mit Vertretern aus Kunst, Politik und Fachleuten aus der Verwaltung hat sich mit der Zukunft des Kriegerdenkmals auf dem Resser Platz beschäftigt. Der Künstler Jörg-Thomas Alvermann, Vorsitzender des Gremiums, führte in der Sitzung der Bezirksvertretung 1 aus, dass die Diskussionen innerhalb der Kommission nicht nur komplex, sondern durchaus auch kontrovers geführt worden seien. Zwar stehe außer Frage, dass das 1939 kurz vor Beginn des Zweiten Weltkriegs eingeweihte Denkmal letztlich kriegsverherrlichend sei. Das heiße aber nicht, dass man es automatisch auch zwingend abreißen sollte.

„Ohnehin können wir das allein nicht entscheiden“, stellte Alvermann fest und verwies auf einen notwendigen Ratsbeschluss gerade, was die Finanzierung anbelangt. Und was der Kunstkommission besonders wichtig sei: „Wir wollen auch die Düsseldorfer, vor allem die Anwohner in den Entscheidungsprozess einbeziehen.“ Bevor nun ein Beschluss gefasst oder gar schon ein Wettbewerb ausgerufen werde, hat das Gremium festgelegt, einen Werkstatttag durchzuführen. Dabei sollen nicht nur alle notwendigen Informationen über die Geschichte des Denkmals zur Verfügung gestellt werden, sondern darüber hinaus offen in die Diskussion eingestiegen werden. Als Termin ist der 10. oder 17. November vorgesehen, als Ort das ganz in der Nähe des Reeser Platz liegende Georg-Büchner-Gymnasium.

Bei den Stadtteilpolitikern dominierte die Ansicht, das Denkmal dürfe nicht abgerissen werden, eine Erläuterung sei aber dringend geboten. „Wenn einer den Geist der damaligen Zeit wirklich erfassen will, dann genau an diesem Platz. Das Kriegerdenkmal atmet diesen Geist geradezu“, sagte Dieter Arensmann (CDU). Annette Klinke von den Grünen meinte: „Sprengen sicher nicht, aber eine kleine Tafel als Zusatz reicht auch nicht.“ Im Rahmen des Werkstatttages soll nun festgelegt werden, wie mit dem Dokument der nationalsozialistischen Erinnerungskultur weiter umgegangen werden soll.

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