Düsseldorf: Stadt genehmigt "Dönerschiff" zunächst für zwei Jahre

Düsseldorf : Stadt genehmigt "Dönerschiff" zunächst für zwei Jahre

Der Sportausschuss hat dem Betrieb des "Dönerschiffs" im Golzheimer Yachthafen zugestimmt. Der Gastronom Hüseyin Soylu darf auf dem Boot, das er "Düsstanbul" getauft hat, für zunächst zwei Jahre Speisen verkaufen.

Er will dort "Döner traditionell" und "Bratfisch Istanbuler Art" servieren. Das Schiff liegt bereits seit Monaten in dem Hafen vor Anker. Soylu hatte schon zum Stadtjubiläum loslegen wollen, allerdings zuvor nicht die nötigen Genehmigungen eingeholt. Nun will er Anfang November mit dem Verkauf starten.

Für die Sportpolitiker, die gestern in nichtöffentlicher Sitzung berieten, war wichtig, dass durch die Gastronomie kein Liegeplatz verloren geht, der für den Sport gebraucht wird. Allerdings hat der Yachtclub offenbar trotz "Dönerschiff" immer noch genug Plätze zur Verfügung. Der Vertrag ist aber befristet. In den genannten zwei Jahren soll sich zeigen, ob das ungewöhnliche Angebot für beide Seiten zufriedenstellend funktioniert.

Hüseyin Soylu hofft, in den kommenden Wochen alle Genehmigungen zu erhalten. Dann will er das schwimmende Restaurant starten, mit dem er die Idee der "Schaukelschiffe" am Bosporus-Ufer in Istanbul aufgreift. Mit dem Dönerverkauf hat er Erfahrung — und bringt viele Stammgäste mit: Seit 18 Jahren verkauft er bereits aus seinem Dönerwagen an der Cecilienallee, in unmittelbarer Nähe des türkischen Konsulats. Da das umzieht, fällt bald seine Sondergenehmigung für die Dönerbude weg.

Der Manager des Yachtvereins, der bei ihm Stammgast ist, kam deshalb mit der rettenden Idee des "Dönerschiffs". Er organisierte auch einen Kahn aus Zeiten der DDR. Nun hofft Soylu, dass er auf der "Düsstanbul" bald den Grill heißmachen darf.

(RP)
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