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Golzheim: Kulturverein "Kabawil" bietet Workshops im Flüchtlingsheim

Golzheim : Kulturverein "Kabawil" bietet Workshops im Flüchtlingsheim

Musik, Tanz und Theater - im Tersteegen-Haus an der Friedrich-Lau-Straße konnten die dort untergebrachten Flüchtlinge an drei Workshops des Kulturvereins "Kabawil" in Zusammenarbeit mit der Tersteegen-Kirchengemeinde teilnehmen.

Die Aktion soll laut Projektleiterin Petra Kron nicht nur ein Freizeitangebot sein, sondern den Flüchtlingen auch ermöglichen, trotz Sprachbarrieren einander kennenzulernen. "Wir machen das zum ersten Mal in einer Unterkunft", sagt Kron, die auch die Musikgruppe leitete. Schon zuvor gab es ähnliche Workshops bei "Kabawil" - die Hemmschwelle für die Flüchtlinge, daran teilzunehmen, war dort jedoch zu groß. Laut Kron soll das Projekt nicht nur Spaß machen, sondern durch die mehrsprachigen Workshopleiter aus unterschiedlichen Ländern zeigen, wie groß die kulturelle Diversität in Deutschland ist.

"Ich mache hier auch sonst den ganzen Tag Musik, während die anderen dazu singen", sagt Ismail Mohammed. Der 58-jährige Kurde spielt Saz, ein orientalisches Saiteninstrument. Den Musikworkshop hält er für eine gute Möglichkeit, Bekanntschaft mit den anderen Hausbewohnern zu schließen. "Die Menschen hier sprechen zwar nicht die gleichen Sprachen, können sich aber alle durch Bewegungen und Tanz ausdrücken", sagt Othello Johns.

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Der gebürtige US-Amerikaner zeigt den Kursteilnehmern, wie sie auf ihren Körper hören und sich in der Bewegung entspannen können. "Das hat für Flüchtlinge einen besonders großen Wert", sagt Johns. Dem pflichtet Kron bei: "Es geht hier einmal nicht um Papiere und Aufenthaltsgenehmigungen, sondern darum, in Deutschland und seiner Gesellschaft anzukommen." Die Workshops stehen unter dem Thema "Zeit" - damit sei nicht die schwere Vergangenheit der Flüchtlinge gemeint, sondern ein positiver Blick in die Zukunft. Das zeigt das Lied, das sie im Workshop singen: "This is our time to shine."

(RP)