Kommen und Gehen : Palmen, Urlaubs-Feeling und Salate in Golzheim

An der Kaiserswerther Straße hat Jackie Hingsen das Cali Eats eröffnet, in dem es vor allem Grünes mit vielen Toppings gibt.

Es hat ein bisschen was von Urlaub, als hätte man viele Flugstunden hinter sich und endlich das Meer vor sich. Am Venice Beach oder in Santa Monica, wo braungebrannte Menschen mit Retro-Rädern den Boulevard entlangfahren. Dieses Gefühl bringt Jackie Hingsen jetzt nach Golzheim. Die 31-Jährige ist halb Deutsche, halb Amerikanerin, hat viele Jahre lang in Kalifornien gelebt und wollte ein Stück Heimat in der Landeshauptstadt. An der Kaiserswerther Straße hat sie das Cali Eats eröffnet, in dem es vor allem Salate gibt, „die mehr haben als eine Tomate und ein paar Gurken“, sagt Hingsen. Salate, die nicht alle veggie sind, sondern mit Hähnchen, Bacon, aber auch mit Falafel und Himbeeren aufgepeppt werden.

Zwölf Salate stehen auf der Karte, die Gäste können aber auch selbst einen Teller zusammenstellen – 48 Toppings gibt es, dazu Dressings wie Chipotle Vinaigrette und Sesame Ginger (Ingwer). Ruckzuck sollen die Salate fertig sein, „wir choppen sie“, erzählt die 31-Jährige. Das bedeutet: Mit einem Wiegemesser werden die Zutaten beim Anrichten zerkleinert.

Die Idee zu Cali Eats kam Hingsen bei einer Geschäftsreise in Los Angeles. Mit Kollegen wollte sie in der kurzen Mittagspause einen Salat essen, viel Zeit hatte sie nicht. Und obwohl die Schlange vor dem Laden ewig lang war, bekam sie in wenigen Minuten ihr Essen – Chopped Salad eben. Über Schulfreund Alexander Eissing fand sie das Ladenlokal in Golzheim. Eissing ist Gründer von Livello – das Alternativen zum Kantinenessen aus dem Automaten bietet –, er stieg als Partner bei Cali Eats ein. „Wir haben schon konkrete Vorstellungen, wie wir expandieren können“, sagt Hingsen, die die Geschäfte an der Kaiserswerther Straße führt. An Pret a Manger denkt die 31-Jährige, kleine Läden, in denen fertige Salate verkauft werden. Und das Angebot soll noch erweitert werden – warme Bowls mit Reis, Kürbis, Süßkartoffel oder Grünkohl und Frühstück mit Toast und Bagels sind geplant.

Zwischen 6,80 und zehn Euro kostet ein Salat. 40 Plätze gibt es im Cali Eats, 25 weitere draußen auf der Terrasse. Weil viele ihr Essen mitnehmen, hat Jackie Hingsen bewusst den Laden nicht mit Stühlen und Tischen vollgestopft, „ich wollte keinen Kantinen-Charakter haben“, sagt sie. Dafür hängt ein Surfbrett an der Wand, Palmen bringen ein bisschen Grün ins Restaurant, am Eingang steht ein Chopper. Stilecht kalifornisch, „es ist eine spezielle Gegend, anders als der Rest der USA“, findet Hingsen, die vor allem regionale Produkte in ihren Salaten verarbeitet und kompostierbare Verpackungen verwendet. Auch wenn die Eröffnung kaum eine Woche her ist, hat die 31-Jährige schon neue Ideen fürs Cali Eats. Eine Alkohol-Konzession hätte sie gerne, um zum Brunch Mimosas und Bloody Marys zu mixen. Und an Yoga-Kurse im Restaurant denkt Hingsen, für Gäste und für die Mitarbeiter.

Cali Eats Kaiserswerther Straße 228, in der Woche geöffnet von 10 bis 20 Uhr, am Wochenende ist Jackie Hingsen flexibler, www.calieats.de

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