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Düsseldorf-Golzheim: Fußgängerbrücke wird abgerissen

Verkehr in Düsseldorf : Fußgängerbrücke wird abgerissen

Autofahrer müssen am Wochenende mit Umleitungen am Kennedydamm rechnen.

Autofahrer müssen sich ab Freitagabend auf Umleitungen rund um den Kennedydamm einstellen. Die Fußgängerbrücke, die in Höhe der Hans-Böckler-Straße verläuft, wird abgerissen. Die Arbeiten starten am Freitag, 26. Juli, 21 Uhr, und werden voraussichtlich am Montag, 29. Juli, 5 Uhr beendet sein. Der Kennedydamm wird in dieser Zeit zwischen Danziger Straße und Kaiserswerther Straße/Ecke Homberger Straße gesperrt. Umleitungen hat das Amt für Verkehrsmanagement ausgeschildert.

Der Abriss des Spannbetonüberbaus und der Stahlbetonstützen kostet rund 170.000 Euro. Eine neue Brücke für Fußgänger und den Radverkehr befindet sich bereits in Planung. Bis diese allerdings gebaut wird, soll eine provisorische Brücke installiert werden, die ab Ende Oktober/Anfang November aufgestellt werden soll. Bis dahin müssen Fußgänger und Radler zum Ampelübergang an der Kreuzung Kennedydamm/Kaiserswerther Straße ausweichen, um über die Straße zu kommen.

Die Brücke ist 1957 fertiggestellt worden und inzwischen in die Jahre gekommen. Theoretisch beträgt die Lebensdauer einer Brücke in dieser Bauweise etwa 70 Jahre. Doch bei Kontrollen hat das Amt für Verkehrsmanagement festgestellt, dass das Bauwerk schon nach 62 Jahren erhebliche altersbedingte Beschädigungen aufweist.

Eine Schadensanalyse hat ergeben, dass eine umfangreiche Instandsetzung erforderlich wäre. Außerdem haben die Kontrolleure festgestellt, dass sich Spannstahl der Reihe „Sigma Oval“ im Bauwerk befindet. Diese Sorte Spannstahl gehört, gemäß Handlungsanweisung der Bundesanstalt für Straßenwesen, zu den Stählen, die sehr anfällig sind für Risse. Schließlich hat ein Ingenieurbüro eine Gesamtbeurteilung zur Standsicherheit der Brücke vorgenommen, mit dem Ergebnis, dass die Brücke abgerissen werden muss, weil die Standsicherheit nicht abschließend zu prüfen war.

Auch wenn der Protest vieler Nutzer groß ist, Anwohner sich plötzlich abgeschnitten fühlen, muss die Stadt schnell handeln. Aus Sicherheitsgründen konnte der Abriss nicht aufgeschoben werden, bis das Provisorium oder ein Neubau stehen.

(nika)