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Constantin Bintz ist 23 Jahre alt und CDU-Chef im Ortsverband Golzheim

23-jähriger CDU-Ortsverbandschef aus Düsseldorf : So jung und so konservativ

Constantin Bintz ist 23 Jahre alt und Vorsitzender des CDU-Ortsverbands Golzheim. Für Düsseldorf wünscht er sich besseren ÖPNV.

Mit Statistiken ist das ja so eine Sache – was ist Constantin Bintz jetzt eigentlich: Der jüngste Ortsverbandsvorsitzende der CDU? Der CDU Düsseldorfs? Der CDU Golzheims? Jedenfalls kann man sagen: Die Nachwuchsgewinnung ist geglückt. Constantin Bintz, schon seit einigen Monaten Chef der Golzheimer Konservativen, wird Ende Mai 24 Jahre alt. Ein bisschen stolz ist er schon, dass er so jung Vorsitzender geworden ist – viel Aufhebens darum machen will er aber nicht. Titel spielen in der CDU Golzheim keine Rolle: Während Bintz mitten im Studium steckt (Geschichte an der HHU, Musikwissenschaft an der Robert-Schumann-Hochschule), sind seine Stellvertreter ein Professor und ein Doktor. Nach der Schule entschloss sich Bintz, dessen französische Mutter einen Conceptstore für Möbel betreibt und dessen Vater in der Werbung arbeitet, das wahre Leben kennenzulernen: Einige Monate kellnerte er Vollzeit in einem Burger-Restaurant. Was er dabei gelernt hat? „Dass man nicht immer mit einem breiten Lächeln zur Arbeit geht – aber dann eben die Zähne zusammenbeißen muss.“

Schon als Junge hörte er mit seinem Vater jeden Morgen WDR5 und diskutierte das Weltgeschehen. Mit seinem französischen Großvater diskutierte er stundenlang vor dem Kamin über konservative Politik. Mit 16 trat Bintz der Jungen Union, mit 17 der CDU bei. Er engagierte sich im Jugendrat und wurde schließlich von seinem heutigen Stellvertreter Wolfgang Nieburg von einer Kandidatur als Ortsverbandsvorsitzender überzeugt. „Er hat mir gesagt: Wir brauchen junge Leute – wir sterben sonst aus.“ Das Votum: einstimmig. „Ich war vorher halt regelmäßig da und habe mit angepackt.“

Der Friedrich-Merz-Fan („AKK ist nicht so attraktiv für junge Wähler“) wünscht sich für seine Partei vor allem eins: einen klaren Kurs. „Wenn wir den haben, braucht es auch keine AfD.“ Und für Düsseldorf? „Die Umweltspur ist eine Katastrophe. Wir müssen den ÖPNV attraktiver machen – zwanghaftes Umschulen von Autofahrern wird nicht funktionieren.“