Gerresheim/Flingern/Eller: Giveboxen sind rappelvoll

Gerresheim/Flingern/Eller: Giveboxen sind rappelvoll

Seit gut einem Vierteljahr steht eine Box am Hermannplatz. Nach und nach wurden in fast allen Stadtteilen im Düsseldorfer Osten Boxen aufgebaut. Die Resonanz ist so gut, dass in Gerresheim jetzt eine zweite aufgestellt wird.

Bücher, Kleider, Drucker, und, und und . . . Die Giveboxen in Gerresheim, Flingern und Eller sind bis oben hin gefüllt und werden im Düsseldorfer Osten sehr gut angenommen. Den Eindruck haben auch die Initiatoren der einzelnen Boxen. "Ich hätte nie gedacht, dass das Konzept so gut ankommt und in Düsseldorf so viele Boxen aufgestellt werden", sagt Silke Roggermann.

Sie hat die Idee von Berlin nach Düsseldorf geholt. Durch einen Bericht wurde sie auf die "Urbox" in Berlin aufmerksam. Kurz darauf stellte erstellte sie im sozialen Netzwerk Facebook eine Seite, um Unterstützer für eine Box in Düsseldorf zu finden. "Hier in Flingern am Hermannplatz haben wir dann die erste Box eröffnet. Nach und nach zogen dann die anderen Stadtteile nach", so Roggermann.

Seit dem 16. Oktober steht die Givebox in Flingern und seitdem, so Roggermann, füllen immer wieder Flingeraner die Box. "Natürlich wird sie hin und wieder mit Sachen, die in einem schlechten Zustand sind, vollgestopft, also missbraucht, doch ist das eher die Ausnahme." Alle paar Tage gehe jemand zu der Box und kontrolliere, dass alles gut ist. "Vor Weihnachten waren so viel gute Sachen in der Box, da wussten wir gar nicht wohin mit all den Dingen", betont Roggermann.

In gutem Zustand

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Auch aus Gerresheim ist nur Gutes über die Box zu hören. "Momentan steht eine Givebox an der Heyestraße. Bald soll eine weitere in der Benderstraße aufgestellt werden", sagt Hildegard Düsing-Krems. Bei ihr in der Box lagen sogar schon mal Langlaufski und ein nagelneuer Grill samt Geschirr. "Natürlich sind manche Dinge in einem guten Zustand und andere eher nicht. Doch ist fast nie etwas dabei, was man wegschmeißen muss."

Ein genauer Termin für die Aufstellung der zweiten Box steht jedoch noch nicht, obwohl die Box schon lange fertig gebaut ist. "Wahrscheinlich werden wir sie in der Zeit nach Karneval aufbauen", meint Düsing-Krems

Und auch in Eller gehen die Dinge aus der Box gut weg. Seit November steht sie am Gertrudisplatz und außer einiger witterungsbedingter Schäden gebe es keinen Grund zur Beanstandung, sagt Sabine Gall, verantwortlich für die Box in Eller. "Ich muss jetzt nur eine Genehmigung von Ordnungsamt beantragen, die haben sich ein wenig beschwert."

In Kontakt sind alle drei Frauen über die Facebook Seiten. Sie tauschen sich regelmäßig aus und schreiben auch auf, was sich gerade in der Box befindet. Und alle paar Wochen treffen sie sich und planen weitere Konzepte, wie man die Box beispielsweise vor Wind und Wetter noch besser schützen kann. "Natürlich entstehen durch die Boxen auch neue Freundschaften, das ist doch ein schöner Nebeneffekt", findet Silke Roggermann.

(RP/anch)
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