Knittkuhl: GGS Knittkuhl ist 40 Jahre alt

Knittkuhl : GGS Knittkuhl ist 40 Jahre alt

Beim Festakt am Samstag zum runden Geburtstag gab es eine riesige Torte. Die Schüler präsentierten eine eigene Zeitung über die Geschichte der Schule.

Zum 40. Geburtstag der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Knittkuhl lassen die Schüler die Geschichte ihrer Schule Revue passieren. In einer Jubiläumszeitung haben sie sich auf die Spuren der GGS begeben und ihre Entwicklung dargestellt.

Eine zweiseitige Chronik in der Zeitung reicht bis zur Gründung am 24. Oktober 1972 zurück. Der Ortsteil Knittkuhl brauchte eine eigene Schule, da immer mehr Väter in der Bergischen Kaserne stationiert waren und darum die Anzahl der schulpflichtigen Kinder wuchs.

Auch das soziale Engagement an der Schule lässt sich aus der Chronik ablesen. Am 30. November 1983 startete der erste Hungermarsch. Die Grundschüler gingen eine 20 Kilometer lange Strecke für den guten Zweck. Der Marsch, bei dem Spenden für arme Kinder gesammelt werden, wird seitdem jährlich wiederholt.

Die stellvertretende Schulleiterin Sonja Obertopp lobte beim Festakt auch das soziale Engagement der Eltern. "Die Schule lebt von der aktiven Elternschaft", sagte sie. Die Eltern organisieren beispielsweise schon seit 1974 den alljährlichen Trödelmarkt, dessen Verkaufserlös an verschiedene soziale Projekte geht. Ohne die Mitarbeit der Eltern hätte es auch die "ToniPost" nicht gegeben. Drei Mütter und Väter, die im journalistischen Bereich tätig sind, haben die Projektgruppe über Monate hinweg geleitet und die Schüler in Medienkunde unterrichtet.

"Bei dem Projekt haben wir gelernt, wie man eine Zeitung erstellt. Wir haben uns Themen und Fragen für die Interviews einfallen lassen", erklärte Niko, der die "ToniPost" als Chefredakteur leitete. Dass die Fragen der Schüler einen aktuellen Bezug hatten, musste auch Oberbürgermeister Dirk Elbers feststellen. Die Jungredakteure wollten von ihm wissen, weshalb er schon dreimal versucht habe, ihren Schulbus abzuschaffen. Nur durch Proteste seitens der Eltern und Unterstützung aus der Bezirksregierung konnte das Vorhaben in diesem Jahr gestoppt werden. Der Schulbus ist für die Schule deshalb so wichtig, da ihr Einzugsgebiet so groß ist.

In der Jubiläumszeitung "ToniPost" berichten auch ehemalige Schüler von Erinnerungen aus ihrer Schulzeit. Konditormeister Jan Patrick Behmer besuchte beispielsweise von 1993 bis 1997 die Knittkuhler Grundschule. Er gratulierte seiner alten Schule persönlich zum Geburtstag. "Dass es für mich eine so positive und prägende Zeit wurde, verdanke ich meiner Klassenlehrerin Sabine Uhlenbrock", sagte er der "ToniPost". Mit einer fast vier Meter langen Torte, die er selbst gebacken hatte, bedankte er sich für die schöne Schulzeit und die gute Ausbildung.

(sdt)
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