Gerresheim: Wogedo reißt 29 Wohnhäuser in Gerresheim ab und baut neu

Gerresheim : Wogedo reißt 29 Wohnhäuser in Gerresheim ab und baut neu

Die baulichen Mängel an den Häusern an der Hagener Straße sind zu groß. Die Mieter sind bereits informiert.

Frühestens 2022 soll es losgehen: Dann reißt die Wogedo (Wohnungsgenossenschaft Düsseldorf-Ost) 29 Wohnhäuser mit 150 Wohnungen aus den 1920er Jahren ab, um die Grundstücke an der Hagener Straße 22-48, 33-57 sowie an der Lüdenscheider Straße 1 und 3 anschließend neu zu bebauen. Der Grund: Bauliche Mängel würden das Wohnen in den derzeitigen Häusern langfristig unmöglich machen. Nur eine umfassende Modernisierung oder der Abriss und eine anschließende Neubebauung kämen infrage. "Nach sorgfältiger Abwägung haben wir uns für Abriss und Neubau entschieden, denn auch eine Modernisierung wäre nur im unbewohnten Zustand möglich" so Wogedo-Vorstand Andreas Vondran.

In den vergangenen Jahren habe die Wohnungsgenossenschaft ausgiebig (aber letztlich erfolglos) technische Verfahren zur Instandsetzung getestet. Das größte Problem: Aus dem Erdreich dringe Feuchtigkeit in die Gebäude. Gepaart mit schlechtem Schallschutz und unzureichender Energetik der Gebäude mache das die Wohnungen nicht zukunftsfähig. Auch die Grundrisse ohne Balkone und mit kleinen Bädern entsprächen ebenso wie die fehlende Barrierefreiheit nicht den Anforderungen an zeitgemäßes Wohnen. Statt einer kostenintensiven Mittelmaßlösung setze die Wogedo lieber auf ein "vollumfängliches Bestandsersatzprojekt, das sich harmonisch in die vorhandene Umgebung integriert". Bei der Neubebauung sollen historische Bauelemente der aktuellen Wohnhäuser aufgegriffen und der Siedlungscharakter aufgewertet werden.

Die Mieten sollen jedoch auf jeden Fall erschwinglich bleiben. Vorgesehen ist eine Mischbebauung aus größtenteils öffentlich geförderten und preisgedämpften Wohnungen. Einer genauen Planung widme sich die Genossenschaft gemeinsam mit der Stadt in den kommenden Monaten. Die Bewohner seien bereits informiert worden. "Unsere Mieter sollen sich zunächst mit der neuen Situation vertraut machen und später ganz in Ruhe umziehen", betont Vorstand Dirk Mowinski. "Uns ist es wichtig, individuelle Umzugslösungen zu finden, mit denen unsere Mitglieder sich wohlfühlen. Dafür haben wir einen Zeitraum von vier Jahren festgelegt."

(arc)
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