1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Stadtteile
  5. Gerresheim

Gerresheim: Was Männer in der Pfarrgemeinde brauchen

Gerresheim : Was Männer in der Pfarrgemeinde brauchen

Bürgerstiftung Gerricus organisierte eine Gesprächsrunde über Männerseelsorge.

In der Ämterhierarchie der katholischen Kirche sitzen vornehmlich Männer, in Gottesdiensten oder Treffen in einer Pfarre sind sie in der Minderheit. Bischöfe sprechen sogar schon von einer Feminisierung des Glaubens und der Kirche. Dieser Trend weckt in der Pfarre St. Margareta Sorgen. "Es besteht die Gefahr, dass Männer sich nicht mehr in der Gemeinde wohlfühlen und fernbleiben", sagt Barbara Krug. Sie ist Vorsitzende der Bürgerstiftung Gerricus, die die Gemeinde St. Margareta unterstützen will und deshalb auch eine Gesprächsrunde über Männerseelsorge organisiert hatte, um Ansatzpunkte für ein gezieltes Ansprechen von Männern zu bekommen.

Auch wenn die Leitungsebene der Kirche männlich geprägt ist, fühlen sich Männer nicht von vornherein zur Kirche hingezogen, weiß Burkhard Knipping aus Erfahrung. Der Referent für Männerpastoral im Erzbistum Köln nannte in dem Gespräch Beispiele für das Engagement von Männern. "Wichtig ist, dass Männer in ihrer Gruppe selbst organisieren und Vorschläge machen können", berichtete er. So seien Freizeit- und Sportwochenende für Väter mit ihren Kindern fast von selbst gelaufen, weil jeder tatkräftig mit anpacken wollte. Und nach den Aktionen sei Raum gewesen für einen knappen und prägnanten Meinungsaustausch über Lebensgefühl, Sinn und auch Glaube.

  • Im Atelier von Gert Blankenstein bewunderten
    Düsseldorf-Gerresheim : Flanieren auf der Kunstmeile
  • Unfall in Düsseldorf-Gerresheim : Neunjähriger von Auto erfasst und schwer verletzt
  • Brache statt Bauprojekt: Ein Blick aufs
    Bauprojekt in Düsseldorf-Gerresheim : Wirtschaftskrimi um das Glasmacherviertel
  • In den Hochhäuser in Odenkirchen ist
    Jugendbande in Mönchengladbach : Zwischen Gewalt und Frust – Wer sind die „Ghetto-Boys“?
  • Till (6) und die anderen Kinder
    Weg mit den Bauklötzen! : Darum hat diese Kita in Hilden das Spielzeug verbannt
  • Zwei Wählerinnen fahren in Duisburg mit
    AfD-Erfolg nur ein Beispiel : Wo Duisburg besonders extrem gewählt hat

Diese Art des Zusammenseins entspricht der Rolle, die die Gesellschaft den Männern traditionell zuweise, so Knipping: "Sie sind Macher, sollen leistungsstark sein und für die Familie sorgen." Auch wenn sich diese Rollenzuweisung langsam ändere, auch wenn der Mann mehr und mehr in Familie einbezogen sei, müsse dieses Selbstverständnis beachtet werden. Männer brauchten die Möglichkeit, einmal ohne Einbindung in vorgegebene Strukturen – seien es Abläufe in der Familie oder Vorstellungen von Glaubensbildung in der Gemeinde – sich zu treffen und gemeinsam aktiv zu sein. "Die Gemeinde muss einen Schutzraum für Männer schaffen", zog Barbara Krug eine Bilanz. Aber der dient nicht der Abschottung, "sondern von aktiven Männern profitiert letztlich eine Gemeinde", sagte Knipping. Wie ein solcher Schutzraum für die Pfarre aussehen kann, soll in Zukunft überlegt werden.

(RP)