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Gerresheim: Uwe Schodt nimmt Abschied als Rektor

Gerresheim : Uwe Schodt nimmt Abschied als Rektor

Der Pädagoge leitete 23 Jahre die Ferdinand-Heye-Grundschule. Feierstunde zur Verabschiedung

An seine erste Unterrichtsstunde als Referendar kann sich Uwe Schodt nicht mehr in allen Einzelheiten erinnern. "Aber ich war unheimlich müde nach dem Tag", sagt er. Das war vor 38 Jahren. Bald steht Udo Schodt das letzte Mal vor einer Klasse, er wird Sport geben. Schodt geht Ende Januar in Rente. "An einem Freitag, das ist doch ein schöner Abschluss." Die Tage bis dahin will er nicht zählen — es sind übrigens noch zehn —, und wehmütig will der 64-Jährige auch nicht werden. Obwohl er 23 Jahren die Grundschule an der Heyestraße leitete. "Es ist irgendwann immer das letzte Mal", sagt Schodt. Dafür sind die Kinder traurig, fragen ihn, warum er geht. "Man muss lernen, sich von Geliebtem zu trennen", antwortet Schodt dann — ganz der Pädagoge eben.

Studiert hat Uwe Schodt Biologie und Deutsch für Grund- und Hauptschule in Landau, das Referendariat machte er in der Pfalz. Weil er in Süddeutschland keine Anstellung fand, bewarb er sich auf eine Anzeige in Düsseldorf. Er unterrichtete vier Jahre an einer Sonderschule in Wittlaer, wurde 1989 Konrektor an der KGS Gerresheimer Straße und übernahm zwei Jahre später den Posten des Rektors an der Ferdinand-Heye-Schule. Schodt ist gerne Lehrer gewesen. "Es war Berufung." Jetzt freut er sich auf die "Freiheit", so drückt er es aus. Glauben mag man ihm das nur bedingt, so wie er über seine Arbeit spricht, über die Schüler und die vergangenen Jahre. Aber er hat Pläne für die Zeit danach, er will früh aufstehen, einen geregelten Tagesablauf haben. Er muss endlich sein Arbeitszimmer ordnen und will mehr Zeit für Frau und Kater haben. "Ich will fotografieren und mountainbiken." Und Heim und Garten könnten an der ein oder anderen Stelle aufgepeppt werden. Für einen Einsatz an seiner alten Schule wäre Schodt aber immer zu haben. "Das ist mein Baby." Er wird sich nicht aufdrängen, aber er stehe mit Rat und Tat zur Seite, sollte seine Hilfe gebraucht werden. Vielleicht gibt es für den ab Februar ehemaligen Direktor sogar ein Ehrenamt an seiner alten Schule.

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Am 31. Januar feiert Uwe Schodt ab 11 Uhr seinen Abschied im Gemeindesaal der benachbarten Gustav-Adolf-Kirche. Seine Rede hat er schon geschrieben, er kennt sie fast auswendig. Er wird auch seine Wünsche für die Schule nennen. "Es hört sich banal an, aber ich wünsche ihr sehr viel Glück", sagt er. Seinen Schülern Freude am Lernen, seinen Kollegen gute Motivation.

(esc)