Politischer Markttag in Düsseldorf-Gerresheim

Kommunalpolitik in Düsseldorf : Politiker sammeln Ideen von Bürgern

Parallel zum politischen Markttag fand der Open-Air-Lunch des Netzes gegen Armut statt.

Es ist nur eine grobe Skizze, doch sie reicht, um das Problem zu verdeutlichen: „Ist die Schaltung dieser neuen Ampel komisch eingestellt?“, fragt Rainer Klöpper und deutet mit dem Finger auf die gezeichnete Kreuzung vor ihm. „Ja. Für Kinder ist die Ecke dadurch wirklich gefährlich“, antwortet seine Gesprächspartnerin, die lieber anonym bleiben möchte. Sie und andere Bürger aus Gerresheim hatten die Möglichkeit, beim politischen Markttag Änderungswünsche und Anmerkungen direkt an die politischen Vertreter des Stadtbezirks 7 heranzutragen. „Einmal im Quartal sammeln wir Anregungen und Kritik der Bürger, um diese anschließend in den Sitzungen zu bearbeiten“, erzählt Eva-Maria Mörger von den Grünen. „Alle Parteien sind vertreten. Es geht darum, in den direkten Dialog mit den Menschen zu treten.“ Auf ausgelegten Zetteln konnten die jeweiligen Anliegen ausformuliert und anschließend eingereicht werden.

Auch Bezirksbürgermeister Karsten Kunert war vor Ort. Mit einer Kelle bewaffnet stand er wenige Meter vom Stand der Vertretung entfernt vor einer übergroßen Pfanne und bereitete eine klassische Paella zu. Anlass für seinen Einsatz als Koch war das zehnjährige Bestehen des Netzes gegen Armut, das sich aus verschiedenen Organisationen und Einzelpersonen aus Gerresheim und den angrenzenden Stadtteilen zusammensetzt. Die Grundidee hinter dem Zusammenschluss spiegelte die zum Jubiläum aufgebaute Tafel anschaulich wider: Jeder bezahlte hier für das Essen einen Betrag seiner Wahl und warf ihn verdeckt in eine Spardose. Wer es sich nicht leisten konnte, etwas zu spenden, der bekam seine Mahlzeit gratis. „Unser Ziel ist es, Menschen mit finanziellen Problemen zu helfen, ohne dass diese dabei bloßgestellt werden“, erzählt Cornelia Oßwald, Pfarrerin der Evangelischen Kirche Gerresheim.