Gerresheim : "Ortsumgehung ist nur ein Torso"

Im "falschen Film" wähnte sich Rainer Klöpper, Vorsitzender der CDU in der Bezirksvertretung 7, als er in der RP von der Entgegnung seines FDP-Kollegen Sönke Willms-Heyng las, die sich auf die Kritik von Andreas Hartnigk (CDU) an der Verkehrspolitik der Ampelkoalition bezog. Hartnigk befürchtet angesichts der geänderten Erschließungsplanung für das Glasmacherviertel mehr Staus für Gerresheim und forderte, an den geplanten Erschließungsstraßen festzuhalten. Genau das habe die alte Ratsmehrheit in 15 Jahren aber nicht hingekriegt, giftete Willms-Heyng zurück und bezeichnete die überarbeitete Planung als ideal für Auto- und Radfahrer sowie die Nutzer des ÖPNV.

Da geht Klöpper jedoch die Hutschnur hoch: FDP, SPD und Grüne hätten eine Entlastung für die täglich mit 20 000 Autos belastete Glashüttenstraße verhindert. In derselben Konstellation hätten die Parteien eine Entlastung der Morper Straße durch Führung des Durchgangsverkehrs von und nach Erkrath über die, wie von der CDU gefordert, neue Straßenführung durch den Brühl auf die Ortsumgehung Richtung Mauresköthen abgelehnt.

An der neuen Ortsumgehung Gerresheim, wie sie von der Ampel jetzt auf den Weg gebracht wurde, lässt Klöpper kein gutes Haar: "Die neue Verbindungsstraße zwischen Eisenbahnbrücke und Mauresköthen entlang der Bahnschienen wird ein Torso bleiben." Geplant gewesen sei die Weiterführung durch die Höherhofstraße und den Höherweg zur Ortsumgehung Flingern - was wiederum an den Stimmen der Ampel gescheitert sei. "Das heißt: Der Verkehr wird sich über die Gubener Straße durch Vennhausen in Richtung Süden und Nach den Mauresköthen durch Gerresheim und Grafenberg wälzen", so Klöpper. Durch diesen "Torso" seien auch die Hoffnungen der Anwohner von Dreher-, Torfbruch- und Ludenberger Straße sowie des Pöhlenwegs auf eine Verbesserung der Situation dahin.

(arc)