Gerresheim: Neuauflage für Nachbarschaftsfest

Gerresheim : Neuauflage für Nachbarschaftsfest

Erstmals fand im Vorjahr das bisher von der WIG (Werbe- und Interessengemeinschaft Gerresheim) organisierte deutsch-italienische Freundschaftsfest auf der Heyestraße in Gerresheim nicht statt. Jetzt springt der vor zwei Jahren neu gegründete Verein GHS (Gemeinschaft Heye Siedlung) ein und lässt den Termin am Samstag, 19. September, als deutsch-italienisches Nachbarschaftsfest wieder aufleben.

Darin steckt eine gewisse Brisanz, denn insbesondere die Geschäftsleute der unteren Heyestraße (Sichelstraße bis Glashütte) fühlten sich zuletzt von der WIG nicht mehr gut vertreten. "Wir sind hier doch die verlorenen Kinder für die da oben. Von der Weihnachtsbeleuchtung bekommen wir zum Beispiel nichts mit", sagt Beate De Grandi vom Bistro Terranova. "Auch der Jahresbeitrag von 480 Euro bei der WIG tut gerade hier unten manchem sehr weh", fügt Joachim Loos, Vorsitzender der GHS, hinzu.

Der Verein versteht sich nicht nur als Repräsentant des südlichen, stark italienisch geprägten Gerresheim, sondern will sich neben der Organisation von Stadtteil- und Tanzfesten mit seinen 57 Mitgliedern und einem Budget an Mitgliedsbeiträgen von knapp 5000 Euro im Jahr vor allem für soziale Zwecke einsetzen. Ärmere Kinder im Ort wurden im Vorjahr mit 100 Nikolaustüten bedacht, mit dem Netz gegen Armut wurde eine Aktion initiiert, bei der Bedürftige umsonst ein Mittagessen erhalten. Die Jugendeinrichtung Heyebad wurde mit Spenden bedacht, um zusätzliche Freizeiten finanzieren zu können. Aber auch zur Verschönerung des Umfeldes (Baumscheiben, Blumenkübel, Beseitigung von Stolperfallen) wird vonseiten der GHS einiges getan.

Jetzt gilt aber zunächst einmal die volle Konzentration dem Nachbarschaftsfest am 19. September, das zwischen 12 und 22 Uhr vorrangig auf der unteren Heyestraße stattfinden soll. Es gibt deutsche wie italienische Spezialitäten, viel Livemusik und ein Kinderprogramm. "Wir mussten bei der Organisation bei null anfangen. Dennoch ist kaufmännisch alles durchkalkuliert. Nur regnen sollte es natürlich nach Möglichkeit nicht", hofft Loos.

(RP)
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