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Natursteinpflaster in Düsseldorf-Gerresheim bleibt ein Problem

Verkehr in Düsseldorf : Natursteinpflaster in Gerresheim bleibt ein Problem

Eine Komplettverfugung würde 240.000 Euro kosten. Handlungsbedarf besteht außerdem bei den zentralen Querungen in der Gerresheimer Innenstadt.

Bei der Ortsbegehung in Gerresheim im Rahmen des Fußverkehrschecks NRW waren sich die Beteiligten schnell einig: Das historisch anmutende Kopfsteinpflaster auf dem Gerricusplatz und in der Fußgängerzone mag dem Ambiente entsprechen, fußgängerfreundlich ist es ganz bestimmt nicht. Wer dann noch mobil eingeschränkt oder gar sehbehindert ist, sollte besser einen Bogen um diese öffentlichen Flächen machen. Es wurden im Anschluss Maßnahme-Empfehlungen ausgesprochen (etwa Einbau von Laufbahnen oder taktilen Leitsystemen), die mittelfristig umgesetzt werden sollten. So lange wollen die Politiker der Bezirksvertretung 7 aber nicht warten und baten die Verwaltung, zumindest die Pflasterung der Fußgängerzone so zu verfugen, dass Fußgänger mit Rollatoren, Rollstuhlfahrer und Eltern mit Kinderwagen problemlos passieren können.

Grundsätzlich würden die öffentlichen Verkehrsflächen regelmäßig von besonders geschultem Personal des Amtes für Verkehrsmanagement kontrolliert, um offensichtliche Schäden zu erkennen und gegebenenfalls erforderliche Maßnahmen zur Gewährleistung eines verkehrssicheren Zustands einleiten zu können, teilte die Verwaltung jetzt in ihrer Antwort mit. Und die in Rede stehenden Flächen würden sich auch allesamt in einem verkehrssicheren Zustand befinden. Bei dem Natursteinkleinpflaster in der Gerresheimer Fußgängerzone sei aus fachtechnischer Sicht aufgrund der geringeren Fugenbreite eine bituminöse Verfugung, wie sie bei einer solchen Pflasterung normalerweise Anwendung findet, nicht zu empfehlen. Eine Alternative wäre dagegen eine Verfugung mit einem Epoxidharzgemisch. Bei einer geschätzten Gesamtfläche von rund 2000 Quadratmeter würden sich die Kosten für eine derartige Maßnahme jedoch auf circa 240.000 Euro belaufen. Alternativ könnten, wie bereits vor einigen Jahren erfolgt, lediglich die zentralen Querungsstellen verfugt werden – zumal ein Großteil der Gehwegflächen bereits mit gehwegfreundlichen Pflasterbändern belegt seien. Eine differenziertere Aussage zu den voraussichtlichen Kosten sei allerdings nicht ohne eine entsprechende Analyse und Planung machbar.

Bei der Begehung in Gerresheim seien explizit die Querungen an der Kreuzung Neusser Tor/Kölner Tor/Flachsmarkt/Gräulinger Straße bemängelt worden. Die barrierefreie Optimierung dieser Querungsstellen seien auch in die finale Maßnahmenliste aufgenommen worden. Sollten die Politiker der Bezirksvertretung für weitere Querungsstellen eine Verfugung der Natursteinpflasterflächen mit einem epoxidharzgebundenem Material wünschen und die erforderlichen Mittel zur Verfügung stellen, würde die Verwaltung die Planung aufnehmen und die konkreten Kosten ermitteln, heißt es abschließend in der Stellungnahme des Amtes für Verkehrsmanagement.