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Multikulti-Fußballturnier in Düsseldorf-Gerresheim

Turnier in Gerresheim : Andere Kulturen bei Fußball kennenlernen

Der Verein Bolingo NRW organisierte zusammen mit dem TuS Gerresheim ein Multikulti-Turnier. Der sportliche Wettkampf war dabei aber nur ein Randaspekt. Vor allem ging es darum, einen Austausch der Kulturen zu fördern.

Integration ist nicht nur eine Frage der gesellschaftlichen Eingliederung, sondern vor allem der kulturellen Begegnungen. Dies fand am Samstag auf sportliche Weise in Gerresheim statt, wo gebürtige Afrikaner zusammen mit Mitgliedern des TuS Gerresheim um die Wette kickten und gleichzeitig auch in die jeweils andere Kultur kennenlernten.

Organisiert wurde das Turnier federführend vom Verein Bolingo NRW. Er wurde 2010 gegründet und dient in erster Linie als Hilfe zur Selbsthilfe. Die Mitglieder des Vereins stammen weitestgehend aus Zuwanderern der Länder Angola, der Republik Kongo sowie der Demokratischen Republik Kongo. Gemein ist den Mitgliedern, dass ihre Muttersprache Lingala ist. Bei der Arbeit des Vereins geht es um gegenseitige Hilfe bei Behördengängen oder den Abbau von Sprachbarrieren.

Aber die Arbeit des Vereins hat noch ein zweites Ziel. „Wir wollen einen Austausch zwischen Deutschen und Zuwanderern schaffen“, sagt Nlaba Prince, Stellvertretender Vorsitzender. Dazu organisieren die Mitglieder regelmäßige Veranstaltungen für Begegnungen mit Einheimischen. Am Samstag stand die Begegnung ganz im Sinne des Fußballs. Zusammen mit dem TuS Gerresheim organisierte Bolingo NRW ein internationales Fußballturnier mit Mannschaften der verschiedenen Herkunftsländer. Der Kontakt zum Gerresheimer Verein entstand über einen Arbeitskollegen des Bolingo-Vorsitzenden Kasky Kitabungy.

Die Mitglieder des TuS Gerresheim mussten nicht lange über eine Zusage für das Projekt nachdenken. „Wir wollen ein internationaler Verein sein“, sagt Günther Hering vom TuS. Beim Fußballturnier am Wochenende stand jedoch mehr der Spaß als die sportliche Leistung im Vordergrund. Die zu Beginn nach Nationalitäten aufgeteilten Mannschaften durchmischten sich schnell. Zudem begingen Angehörige beider Vereine vor allem neben dem Platz den kulturellen Austausch. Sei es kulinarisch durch ein Angebot deutscher und afrikanischer Speisen oder mit einem Auftritt von afrikanischen Künstlern oder einer Modenschau.