Gerresheim : Linker kritisiert Verkehrsplanung

Glasmacherviertel: Müller-Gehl wendet sich in offenem Brief an die Stadt.

Wolfram Müller-Gehl, Linken-Politiker in der Bezirksvertretung 7, kritisiert in einem offenen Brief an die Stadtverwaltung die überarbeitete Erschließungsplanung für das neue Glasmacherviertel in Gerresheim. Nach Meinung von Müller-Gehl ist die jetzt vorliegende Planung zumindest unvollständig. Insbesondere fordert er, die Verlängerung der Torfbruchstraße nur zweispurig auszuführen, da die vorgesehene vierspurige Straße mit einer Breite von bis zu 35 Metern die Wohnbereiche zerschneide. Ebenso sollten ausreichend Park & Ride-Parkplätze im Bereich des neuen Viertels gebaut werden. "In der Verwaltungsvorlage ist nur Raum für 20 Park & Ride-Plätze vorgesehen. P & R-Lösungen sind aber grundsätzlich erforderlich, um den erwünschten Umstieg auf den ÖPNV zu unterstützen. Dafür bietet sich in besonderer Weise der Bahnhof Gerresheim an, weil dort ein hervorragender Knotenpunkt liegt", schreibt Müller-Gehl.

Und: Der Verkehr über die Torfbruchstraße und die neue Ortsumgehung sollte möglichst gleichmäßig im Fluss gehalten werden, statt durch übermäßig viele Ampeln Staus zu erzeugen, fordert Müller-Gehl in seinem offenen Brief: "Die Vorplanung verstehe ich dahin, dass der Verkehr an den sich ergebenden Kreuzungen mit Ampeln geregelt werden soll. Das bedeutet, dass auf den rund 400 Metern verlängerter Torfbruchstraße von der Ortsumgehung Gerresheim bis zur Einmündung Nach den Mauresköthen mindestens drei Ampeln den Verkehr aufhalten", rechnet Müller-Gehl unter diesen Umständen mit unnötig verlängerten Rückstaus.

(arc)