Kinder in Düsseldorf : Kein Trinkwasser im Dreherpark

Bei Matschanlagen für Kinder fehlt in den Wasserleitungen der nötige Druck.

Lange hatten Eltern von Kleinkindern in Gerresheim darauf warten müssen, dass die Matschanlage im Dreherpark wieder in Betrieb genommen wird, im vergangenen Sommer war es dann endlich so weit. Dass die Anlage jedoch nicht mit Trinkwasser gespeist wird, wunderte die FDP in der Bezirksvertretung 7 und stellte eine entsprechende Anfrage an das Gartenamt. Das hat für die vergangene Sitzung eine ausführliche Antwort vorbereitet.

Demnach betreibe die Stadt grundsätzlich alle Wasserspielplätze und Matschpumpanlagen mit Frischwasser der Netzgesellschaft. Die Trinkwasserleitung führe bis zum Installationsschacht, dort werde durch ein Absperrventil der Rückfluss von Wasser in die Trinkleitung jedoch verhindert. „Bis zu diesem Ventil kann die Netzgesellschaft die Trinkwasserqualität sicherstellen, da das Wasser ständig unter Druck steht“, heißt es in der Antwort. Nach dem Absperrventil sei der jeweilige Betreiber der Anlage – in diesem Fall das Gartenamt – für die Wasserqualität zuständig. Das Wasser werde dann durch unterschiedlich lange Leitungen ohne Druck zur jeweiligen Zapfstelle geführt. „Falls die Anlage längere Zeit nicht bedient wird, steht das Wasser auch längere Zeit in der Leitung, sodass die Trinkwasserqualität nicht jederzeit gewährleistet werden kann“, teilt das Gartenamt mit. Im Frühjahr würden die wasserführenden Anlagenteile aufgebaut und betriebsklar gemacht. Dabei würden defekte Bauteile ausgetauscht, die zuführenden Wasserleitungen gespült und desinfiziert. Durch die Nachrüstung mit Aufklebern werde klargestellt, dass es sich bei dem Wasser, das aus Pumpen auf Spielplätzen kommt, nicht um Trinkwasser handelt.

Die Netzgesellschaft habe bei der Inbetriebnahme im Frühjahr 2019 alle Pumpen mit entsprechenden Aufklebern ausgestattet. „Die Stadtverwaltung stellt damit eine ausreichende Information für Nutzer sicher“, sagt das Gartenamt. Um eine Verkeimung des Wassers in den Leitungen zwischen Installationsschacht und Pumpe zu vermeiden, würden bei den turnusmäßigen Spielplatzkontrollen die Pumpen ausgiebig betätigt.

Die Bitte der Bezirksvertretung, die Umrandung des Wasserspielplatzes, die teilweise eine Höhe von bis zu 23 Zentimeter hat, kindersicherer zu gestalten, hat die Verwaltung zurückgewiesen. In einem kleinen Teilbereich habe das Podest mit einer Höhe von 23 Zentimeter ausgebaut werden müssen, damit das Wasser aus der Schwengelpumpe in den Sandkasten fließt. Die vorhandene Höhe stelle jedoch kein Unfallrisiko dar.