Gerresheim: Investor will die Post in Gerresheim abreißen

Gerresheim : Investor will die Post in Gerresheim abreißen

Eine etwas obskure Anfrage zum Abriss der letzten verbliebenen Post im Stadtbezirk 7 an der Märkischen Straße in Gerresheim ist kurzfristig wieder von der Tagesordnung der Bezirksvertretung 7 am kommenden Dienstag geflogen.

"Wir sind alle ziemlich aufgeschreckt und hätten vorab noch erheblichen Nachfragebedarf, gerade an die Adresse der Post, angemeldet. Daraufhin hat die Verwaltung die Bauvoranfrage vorläufig zurückgezogen", erklärt Bezirksbürgermeister Karsten Kunert, der es auch ein wenig merkwürdig findet, dass von Seiten des Planungsamtes keinerlei Bedenken angemeldet worden seien. "Auch wenn das Bestreben der Post, möglichst komplett auf Servicestellen zu setzen, natürlich bekannt ist."

Ein Investor hat vor, auf dem Grundstück an der Märkischen Straße (Ecke Synagogenweg) nach dem Abriss des Postgebäudes ein Mehrfamilienhaus mit 19 Wohnungen und vier Einfamilienhäuser sowie eine Tiefgarage zu errichten. Vier Bäume müssten für das Bauvorhaben gefällt werden. In der Darstellung der Verwaltung heißt es: "Durch die Umstrukturierung der Post werden die Flächen nicht mehr benötigt." Ob es die Bauvoranfrage nun nach der Sommerpause wieder auf die Tagesordnung schafft, ist fraglich. Gerüchten zufolge ist der Mitarbeiter des Investors, der die Planung erstellt hat, gar nicht mehr in dem Unternehmen beschäftigt.

Die Bezirksvertretung 7 (zuständig für Gerresheim, Ludenberg, Grafenberg, Hubbelrath und Knittkuhl) tagt am kommenden Dienstag um 17 Uhr im Gerresheimer Rathaus, Neusser Tor 12.

(arc)
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