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Interview mit Nichts-Manager Tobias Cremer: „Ich bin nun mal ein Kind der 1980er Jahre“

Interview mit Nichts-Manager Tobias Cremer : „Ich bin nun mal ein Kind der 1980er Jahre“

Er sammelt Carrera-Bahnen, macht diese Leidenschaft zu Geld und managt im Übrigen die Band Nichts - zu der er nun auch einen Film gedreht hat. Wir haben Tausendsassa Tobias Cremer aus Düsseldorf getroffen.

In der Adventszeit wichtelt jeden Tag ein RP-Redakteur einem Kollegen ein Blind Date für ein Interview zu. Heute trifft Oliver Wiegand Tobias Cremer, einen leidenschaftlichen Carrerabahn-Fan und Manager der Band Nichts. Der Ort: sein Haus in Gerresheim.

Hier sieht es ja aus, als sei die Zeit stehen geblieben. So eine Carrerabahn hatte ich den 1970ern auch.

Tobias Cremer Ich habe mehr als 50 Bahnen und an die 2000 Autos. 1977 habe ich meine erste Bahn geschenkt bekommen, seitdem bin ich davon fasziniert. Irgendwann habe ich beschlossen, damit Geld zu verdienen.

Wie kann man mit Mini-Elektroautos Geld verdienen?

Cremer Ich veranstalte mit den Rennbahnen Firmenveranstaltungen, Messen und so weiter. Die Rennbahn bringt Kunden und Mitarbeiter zusammen und fördert die Kommunikation. Zudem ist sie mit Brandings ein idealer Werbeträger. Früher hab’ ich pro Jahr 200 Bahnen in ganz Deutschland und Europa aufgebaut, mittlerweile mache ich etwas weniger.

Autofan sind Sie aber immer noch, oder? Wenn ich mich nicht täusche, hängt da ein Foto von einem Opel Kadett C-Coupé an der Wand...

Cremer Ich bin nun mal ein Kind der 1980er Jahre, und schon damals hatte der Wagen so ein bisschen Kult-Charakter. Meiner hat übrigens Weber-Vergaser und knapp 200 PS, da geht richtig was.

Obwohl Sie Umweltspur-Fan sind?

Cremer Ja, dazu bekenne ich mich. Wenn man in der Stadt wohnt, kann man viel mit dem Fahrrad erledigen.

Ein Kind der 80er Jahre, das gilt dann auch für den Musikgeschmack?

Cremer Ich bin auch musikalisch immer noch großer Fan der 1980er Jahre. Vor fast zwei Jahren war ich auf einem Konzert der Band Nichts im KIT am Rheinufer. Das hat mich fasziniert.

Ich war auch da und hatte zwei Wochen ein Pfeifen im Ohr.

Cremer (lacht) Das KIT ist halt keine Konzerthalle, wir haben in Düsseldorf einfach viel zu wenig Auftrittsmöglichkeiten für Bands mit bis zu 500 Gästen. Aber ich habe an dem Abend beschlossen, dass es noch viel mehr solche großartigen Auftritte geben könnte. Die Musiker von Nichts kannte ich von früher und so sind wir schnell wieder ins Gespräch gekommen. Seitdem kümmere ich mich um die Band, betreue die Facebook-Seite, lege die Strategie der Band fest und koordiniere Anfragen zu Auftritten.

Für alle, die mit Nichts nichts anfangen können – was ist das für eine Band?

Cremer Anfang der 80er Jahre gehörte die Band zu den wichtigsten Vertretern der Postpunk- und Wave-Szene. Nach drei sehr erfolgreichen Alben hat man sich sich 1983 getrennt. Vor knapp zehn Jahren kam es zur Neugründung mit der neuen Sängerin. Und weil ich immer schon mal etwas ganz anderes machen wollte, habe ich nun einen Film gedreht.

Thema?

Cremer Nichts! Nichts – der Film.

Etwas mehr Details, bitte.

Cremer Das ist ein etwa 95-minütiger Dokumentarfilm, in dem viel Musik vorkommt. Der Rest besteht aus Interviews unter anderem mit der ehemaligen Sängerin Andrea Mothes. Für den Film sind alle noch mal zusammen gekommen. Die hatten sich teilweise jahrzehntelang nicht gesehen.

Wo kann man den Film sehen?

Cremer Es gibt ihn als DVD zu kaufen und natürlich beim großen Konzert im Ratinger Hof am 20 Dezember, das aber schon lange ausverkauft ist.

Aber Carrera-Bahnen sammeln Sie immer noch?

Cremer Na klar, wer noch eine alte Bahn im Keller hat, darf sich gerne per Mail bei mir melden.

Kontakt Infos zur Nichts-DVD unter tobi@nichts-band.de, Carrera-Bahn-Angebote an info@autorennbahncenter.de.