Düsseldorf : Glasmacherviertel nimmt Form an

Der Verlauf neuer Straßen und die Verteilung von Wohngebäuden sind noch umstritten. Sportanlagen sind gewünscht.

Der Startschuss für die genaue Planung des neuen Wohnquartiers Glasmacherviertel auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte ist gefallen, jetzt können Einzelheiten etwa zum Verlauf von neuen Straßen, von Einkaufszentren mit Parkplätzen, von der Größe von Gewerbegebieten oder vom Zuschnitt der Wohnungen an der Bahnlinie und der Durchgangsstraße erörtert werden. Das wurde von der Verwaltung in der Sitzung der Bezirksvertretung 7 zugesichert, die sich mit dem Konzept, dem neuen Masterplan, befasste. Er wird auch von der Patrizia Immobilien GmbH, die etwa zwei Drittel des 30 Hektar großen Geländes gekauft hat, begrüßt. Das Konzept orientiere sich an den wohnungspolitischen Erfordernissen in Düsseldorf.

So sieht der Masterplan auch vor, dass es statt wie bisher geplant knapp 600 jetzt 1400 Wohnungen geben wird. "Anstelle der Gewerbebauten an der Bahnlinie und der geplanten Umgehungsstraße sind mehrgeschossige Wohnhäuser vorgesehen, außerdem sollen zum Baumarkt hin weniger Einfamilienhäuser errichtet werden, stattdessen mehrgeschossige Wohnhäuser", sagte Ruth Orzessek-Kruppa, stellvertretende Leiterin des Planungsamtes.

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An der Heyestraße ist ein Einzelhandelszentrum vorgesehen, das die Angebote der Geschäfte an der Heyestraße ergänzen und so das Zentrum im südlichen Gerresheim stärken soll.

Rückgrat des Wohnquartiers ist ein Grünzug von der Düssel im Westen, die freigelegt werden soll, bis hin zu den denkmalgeschützten Bauten der Glashütte, die erhalten bleiben. Der gläserne Wasserturm soll weithin sichtbares Wahrzeichen werden. Rund um den Turm werden aber nur die Bauten erhalten, die für die Statik des Turms nötig ist.

Die Straßenbahnlinie soll künftig direkt vor dem alten Bahnhofsgebäude enden, damit der Weg beim Umsteigen möglichst kurz ist. Allerdings muss auch deshalb die Einfahrt von der Rampenstraße neben den Bundesbahngleisen in die Heyestraße aufgegeben werden, weil nicht genügend Platz ist. Gegen diesen Plan hatte die Mehrheit der Bezirksvertretung allerdings Bedenken, "weil die Zufahrt aus Süden zum Einkaufszentrum Heyestraße blockiert ist, es wird möglicherweise geschwächt", fasste Bezirksvorsteher Hanno Bremer (CDU) die Bedenken zusammen. Auch den vierspurigen Ausbau der Umgehungsstraße und der neuen Torfbruchstraße, die quer durch das Wohnquartier führt, kritisierten Politiker. Der Durchgangsverkehr werde durch das neue Wohnquartier und dann weiter durch Gerresheim und Grafenberg gelenkt. Stattdessen müsse die Umgehungsstraße entlang der Bahnlinie ausgebaut und in Flingern verlängert werden, hieß es.

Und auch der Anteil der Gebäude für Gewerbe müsse höher sein, so CDU und FDP. Denn nach dem Schließen der Glashütte brauche Gerresheim neue Arbeitsplätze. Zudem wünscht sich die Bezirksvertretung Sportanlagen auf dem Gelände, das im Eigentum der Stadt ist (in der Skizze orange gefärbt).

(RP)