Düsseldorf: Gerresheimer Künstler laden in ihre Ateliers ein

Düsseldorf : Gerresheimer Künstler laden in ihre Ateliers ein

Jürgen Nauman organisierte die Gemeinschaftsausstellung. Am Sonntag zeigen Künstler ihre Werke.

Jürgen Naumann war während der vergangenen Monate viel unterwegs. Er besuchte Ateliers, Malschulen und Kulturnetzwerke, sammelte Adressen, sah sich die Kunstwerke an und schrieb Namen auf. Nun ist es geschafft: Am Sonntag bitten viele Künstler nach Gerresheim zu einem Tag der offenen Tür an ihre Arbeitsplätze und in ihre Ausstellungsräume. Grund für Naumanns Engagement ist, dass die Gerresheimer Kunstmeile in diesem Jahr ausfällt. "Nach acht erfolgreichen Jahren haben die Initiatoren beschlossen, eine Pause einzulegen", sagt Naumann.

An 14 Orten in Gerresheim öffnen die Künstler ihre Türen und laden Besucher ein, sich die Bilder und Figuren anzusehen und Fragen zum kreativen Prozess der Kunst zu stellen. Am Gödinghofer Weg etwa freut sich Babette Apollonia Heiser auf Gäste. Heisers Nachbar Jo Frömbgen ist auch dabei. "Bei meinen Arbeiten geht es mir um den emotionalen Bezug des Betrachters zum Werk", sagt er. Andrea Lorenz nimmt als Gast-Künstlerin teil und zeigt Acryl-Bilder, in denen sie sich mit dem Menschsein auseinandersetzt.

Für Inken Heske wird der Sonntag eine Premiere sein. Die Malerin hat erst Mitte des vergangenen Jahres ihr Atelier "SchauRuhm" bezogen und nahm daher noch nicht an größeren Aktion in Gerresheim teil. Die Malerin zeigt comic-ähnliche Bilder von Gesichtern und Köpfen. Weitere Teilnehmer an der stadtteilweiten Ausstellung sind unter anderem Anette Kuschka, Emilie Matuschek und Anne Rose im Projekt "Miteinander Wohnen in Verantwortung" an der Ursula-Trabalski-Straße, Dagmar Neubert mit Fotografien im Altenstift an der Gerricustraße und Lidia-Barbara Gordon mit Malerei an der Josef-Neuberger-Straße.

Jürgen Naumann freut sich auf die Ausstellung im Kulturnetzwerk Am Wallgraben. Er schlug den Hobby-Künstlern dort vor, sich bei der Vorbereitung zum einen auf ein Kleinformat zu einigen und zum anderen auf zwei Kreise als Ausgang für die Motive. Dass viele verschiedene Bilder entstanden sind, sei für Naumann ein "toller kreativer Akt". Naumann stellt auch selbst aus. Mit seinem Kollegen Matthias Eldenburg öffnet er sein Atelier "P.A.P.A.'s G.A.G.A." an der Büdingenstraße. Wie in den anderen Ateliers auch stehen bei Naumann und Eldenburg viele Bilder zum Verkauf. "Wenn ein Bild vor mir den Besitzer wechselt und an einer Wand hängt, dann hat es seinen Zweck erfüllt", sagt der 79-jährige Maler.

Sonntag, 1. Juni, 11 bis 18 Uhr

(RP)
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