Gerresheim: Weihnachtstüten für arme Familien

Spende: Geschenktüten für arme Familien

Gutscheine im Wert von etwa 13.500 Euro werden verteilt. Kirchen, Kitas, die Bürgerstiftung und Bürger haben die Tüten gefüllt, die bis Ende Dezember verteilt werden.

Es ist ein Gemeinschaftsprojekt und es gibt kaum einen Gerresheimer, der nicht mitgemacht hat. Sieben katholische Kirchen im Düsseldorfer Osten, die evangelische Kirchengemeinde Gerresheim, Kitas, das Café „Mittendrin“ und die Bürgerstiftung Gerricus haben sich beteiligt, um armen Familien im Stadtteil eine Freude zu machen. Bis Ende Dezember werden an bedürftige Familien mit Süßigkeiten gefüllte Weihnachtstüten verteilt. Insgesamt sind 450 gefüllt worden. „Ich freue mich schon auf die Reaktion unserer Besucher“, sagt Ingrid Schmitz, ehrenamtliche Mitarbeiterin der Caritas-Diakonie-Sprechstunde in Gerresheim und Hauptorganisatorin der Weihnachtstüten-Aktion.

Die vielen Helfer im Stadtteil haben aber nicht nur Schokolade und Kekse in die Tüten gepackt – all jene, die einen finanziellen Beitrag leisten konnten, haben auch zehn Euro gespendet, damit jedes Kind einen Spielzeug-Gutschein bekommt. „Es hat etwas mit Würde zu tun, wenn die Eltern ein kleines Geschenk für ihr Kind selbst aussuchen und überreichen können“, findet Diakonin Beate Albert von der evangelischen Kirche Gerresheim. Und damit sich auch Jugendliche und Erwachsene einen kleinen Wunsch erfüllen können, gibt es für sie in jeder Tüte einen Gutschein im Wert von zehn Euro für einen Drogeriemarkt. Bis Ende November war aber noch nicht sicher, ob genug Geld zusammenkommt, um die Erwachsenen mit den Gutscheinen zu beschenken. 5000 Euro hat die evangelische Kirche schließlich bereitgestellt, 4000 Euro die Bürgerstiftung.

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Insgesamt haben die Organisatoren 13.500 Euro für die Gutscheine ausgegeben. „Mit der Aktion können wir vielen Menschen eine kleine Freude machen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen“, meint Monsignore Oliver Boss, leitender Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Margareta. Eine zentrale Anlaufstelle haben Bedürftige in der Caritas-Diakonie-Sprechstunde, die immer dienstags ab 9.30 Uhr im Gemeindesaal (Hardenbergstraße) und im Stiftssaal (Gerricusstraße) stattfindet.

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