Gerresheim : Freie Fahrt für Radfahrer

Die Fußgängerzone am Kölner Tor könnte freigegeben werden.

Die Fußgängerzone am Anfang des Kölner Tors ist - zumindest offiziell - nicht für Radfahrer freigegeben. An dem Zustand wollten die Grünen in der letzten Sitzung der für Gerresheim zuständigen Bezirksvertretung 7 etwas ändern. Sie beantragten, die Verwaltung solle überprüfen, ob dieses Stück Fußgängerzone nicht zumindest zeitlich eingeschränkt für den Radverkehr geöffnet werden könne. Hintergrund: Um eine durchgängige Fahrt, gerade für Schüler von der Gräulinger bis zur Heyestraße, zu ermöglichen, sollte auch die Fußgängerzone am Kölner Tor für den Radverkehr freigegeben werden. Das könne zeitabhängig erlaubt werden, ganz ähnlich wie beim Lieferverkehr. Wie bereits in anderen Städten wie Freiburg, Augsburg oder München erfolgreich getestet, lasse sich eine solche Regelung für ein Jahr probeweise einführen. Die Kosten würden nicht sonderlich ins Gewicht fallen und sich auf die Anschaffung eines Zusatzschildes "Radfahrer frei" beschränken, das die Nutzung unter Berücksichtigung der Fußgänger erlaube. Um ihrem Antrag mehr Gewicht zu verleihen, benannten die Grünen zudem ein prominentes Beispiel aus der eigenen Stadt: Die von Fußgängern erheblich stärker genutzte Schadowstraße auf Höhe der Schadow Arkaden sei bereits für den Radverkehr freigegeben worden.

Rainer Klöpper von der CDU konnte mit dem Vorschlag nichts anfangen: "Dieser Bereich ist Familien mit Kindern vorbehalten, und die Cafés und Kneipen haben im Sommer Terrassen aufgebaut." An dieser Stelle Radfahrern freie Fahrt zu erlauben, sei zu gefährlich. Elke Fobbe (SPD) teilte diese Kritik nicht: Die Fußgängerzone sei breit genug, so dass sich Radfahrer und Terrassengäste nicht ins Gehege kommen würden. Außerdem greife der Vorschlag bewusst die erlaubte Durchfahrt nur zu bestimmten Zeiten auf, insbesondere zu Schulbeginn. Auch Sönke Willms-Heyng (FDP) war der Meinung, die Idee spiegele eine Lebenswirklichkeit wider: "Es versteht sich von selbst, dass man dort nicht wie gestört durchrast." Mit 11:6-Stimmen wurde der Antrag der Grünen angenommen.

(arc)