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Ein Mülleimer für den Quellenbusch in Düsseldorf

Stadtteil-Kolumne : Ein Mülleimer für den Quellenbusch

Lange hat sich die Verwaltung Zeit gelassen, um eine Anfrage in der Bezirksvertretung 7 zu beantworten. Jetzt kam die Antwort – und sie dürfte die direkt Betroffenen zumindest enttäuschen.

Das Neubaugebiet Quellenbusch in Gerresheim hat ein Müll-Problem. Oder besser: ein Mülleimer-Problem. Denn genau davon gibt es dort keine. Da hinter den Neubauten aber eine schöne Grünoase zum Spazieren einlädt, sind dort viele Menschen, oft mit Hunden, unterwegs. Und da leider nicht alle auf ihre Umwelt achten, wird mancher Müll achtlos entsorgt und Hundehaufen bleiben liegen. Das hat die Nachbarn genervt, und sie haben in Eigenregie säckeweise Müll eingesammelt. Es waren am Ende mehr als 20, größerer Unrat nicht eingerechnet. Da das natürlich kein Dauerzustand werden sollte, haben sie sich an die Politik gewandt und um das Aufstellen von Mülleimern geworben. Karsten Kunert (SPD) stellte im November eine entsprechende Anfrage – und wartete. Jetzt, vier Monate später, bekam er sie. Ja, es sei zu erwarten, dass sich durch das Aufstellen von Mülleimern der Müll in den Freiflächen reduzieren lasse, so die Verwaltung. Und ja, man wolle tätig werden und – jetzt kommt’s – „einen“ Mülleimer aufstellen, an der Roten Bank, auf Höhe der Pirnaer Straße. OB Stephan Keller hat vergangene Woche die Ausweitung der „Stadtsauberkeitsoffensive 2021“ verkündet.  Wie ein Müllaufkommen, das nicht einmal in 20 Säcke passt, in einem Mülleimer Platz finden soll, das hat er dabei nicht erklärt. Marc Ingel