Düsseldorfer Senioren ärgern sich über die SWD

Eigentümerwechsel : Seniorenheim-Mieter ärgern sich über neuen Besitzer

Bewohner des Gerresheimer Wohnheims fühlen sich von der SWD schlecht informiert.

Das Gerresheimer Seniorenzentrum am Lohbachweg, das bislang vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betrieben wurde, hat mit der Städtischen Wohnungsgesellschaft Düsseldorf (SWD) einen neuen Eigentümer gefunden. Gestern hat sich die Wohnungsgesellschaft als neuer Vermieter den Hausbewohnern vorgestellt. Wie geht es mit dem Senioren-Wohnheim am Lohbachweg 35 in Zukunft weiter? Während das ebenfalls dort betriebene Altenheim den Standort bereits gewechselt hat, bleiben die 90 Mieter des Wohnheims vor Ort. Seit Bekanntgabe des Vermieterwechsels sei die Informationslage nicht wirklich klar gewesen, kritisiert Mieter Werner Schulz. „Wir fühlten uns richtig vor den Kopf gestoßen, da wir erst mal über nichts informiert wurden. Das hat im August für schlaflose Nächte gesorgt.“ Der 78-Jährige wohnt seit zehn Jahren in dem Senioren-Wohnkomplex und hätte sich nach Bekanntgabe des Vermieterwechsels eine schnellere und bessere Informationspolitik der SWD gewünscht. Die hatte am gestrigen Mittwoch zur ersten Mieterversammlung geladen. „Das war unsere Vorstellung als neue Vermieter des Hauses. Natürlich möchten wir mieterfreundlich agieren und haben deshalb die Gelegenheit genutzt, um den dortigen Bewohnern die neuen Ansprechpartner vorzustellen“, erklärt Roland Redmer, Prokurist der Wohnungsgesellschaft.

Über genauere Pläne für die Zukunft konnte die SWD zu diesem Zeitpunkt aber noch nicht viel sagen: „Es gibt einige Sachverhalte, die noch nicht abschließend geklärt sind. Daher war diese Versammlung erst mal nur unser Hallo an die Mieter, eine Vorstellung: Damit sie schon mal wissen, an wen sie sich bei Problemen im Haus wenden können.“ Ein dringendes Anliegen konnte Schulz dann aber doch loswerden. Zuletzt blieb der Haupteingang der Einrichtung oft verschlossen, sodass das Gebäude nur über den Seiteneingang betreten werden konnte. „Das war ein Problem für die Rollstuhlfahrer. Die Türen am Seiteneingang gehen nur nach außen auf, deshalb muss der Haupteingang offen sein. Ansonsten kommen die ja gar nicht mehr rein.“ Die SWD versprach, sich darum zu kümmern und will über das weitere Vorgehen in Kürze informieren.

(seka)
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