Düsseldorf-Gerresheim: Neubau an der Heyestraße ersetzt Flüchtlingsunterkunft

Politik in Düsseldorf : Neubau an der Heyestraße ersetzt Flüchtlingsunterkunft

Die 62 Wohnungen sollen dem geförderten Wohnungsbau zur Verfügung stehen. Mieter sollen Bedürftige und anerkannte Asylbewerber sein.

Die im vergangenen Jahr aufgegebene Flüchtlingsunterkunft an der Heyestraße 51 bis 53a ist bald Geschichte, der marode Bau wird abgerissen und durch einen Neubau ersetzt. In der Sitzung der Bezirksvertretung 7 wurde jetzt die Bauvoranfrage abgesegnet. Die 62 Wohnungen in dem viergeschossigen Mehrfamilienhaus sollen ausschließlich dem geförderten Wohnungsbau zur Verfügung stehen und dem Klientel des Amtes für Migration und Integration zugeführt werden, das nach wie vor für die Fläche zuständig ist. Geplant ist auch eine Tiefgarage mit 32 Stellplätzen, dazu sind 72 Fahrradabstellplätze vorgesehen.

Das Mehrfamilienhaus wird aus zwei viergeschossigen Hauptbaukörpern und zwei dreigeschossigen Anbauten bestehen, die sich U-förmig bis in den hinteren Grundstücksbereich erstrecken. Der Innenhof wird mit einer rund 400 Quadratmeter großen Spielfläche für Kinder ausgebaut und durch Sitzmöglichkeiten und Begrünungen ergänzt. Der Zugang zu den jeweiligen Gebäudeteilen wird über vier Eingangsbereiche ermöglicht. Für die Realisierung des Bauvorhabens ist die Fällung von 14 satzungsgeschützten Bäumen erforderlich, das Gartenamt hat die Genehmigung in Aussicht gestellt. Das Bauvorhaben wird durch die Städtische Wohnungsgesellschaft realisiert.

In der Sitzung der Bezirksvertretung 7 entzündete sich noch einmal eine Diskussion um den künftigen Nutzerkreis. Die CDU hatte zu einem vorherigen Zeitpunkt eine Durchmischung gefordert: 40 Prozent sozial gefördert, 40 Prozent preisgedämpft, 20 Prozent frei finanziert. Die Ampelmehrheit hatte sich jedoch dagegen ausgesprochen und Miriam Koch, der Leiterin des Amtes für Migration und Integration, den Rücken gestärkt. Koch will die Immobilie auf dem städtischen Grundstück ausschließlich für anerkannte Asylbewerber oder Menschen, denen eine Obdachlosigkeit droht, nutzen.

Der Bedarf sei groß, denn die Betroffenen würden auf dem freien Wohnungsmarkt sonst nichts finden. Und dieser Standort, an dem es in der Vergangenheit nie Probleme mit der Nachbarschaft gegeben und sich ein effizientes ehrenamtliches Netzwerk entwickelt habe, sei ideal für eine solche Nutzung. Um Vorurteilen zu begegnen, hatte Koch jedoch auch sofort klargestellt, dass nicht Obdachlose mit akuten psychischen Problemen oder gar Drogenabhängige vermittelt werden sollen, sondern der Blick eher auf die ganz normale bedürftige Familie gerichtet sei. Vor diesem Hintergrund verliefen die Bedenken der CDU abermals ins Leere.