Düsseldorf-Gerresheim: Ein Weihnachtsdorf für die Familie

Advent in Düsseldorf : Ein Weihnachtsdorf für die Familie

Am zweiten Adventswochenende kamen viele Besucher auch aus anderen Stadtteilen zum Gerresheimer Weihnachtsdorf. Ein beliebter Treffpunkt vor allem für Eltern und Kinder, für die es viel zu entdecken gab.

Am Nikolauswochenende duftet es auf dem Gerricusplatz nach Weihnachten. Denn vor den Mauern der Basilika St. Margareta sind die unterschiedlichsten Stände, Buden und Hütten aufgebaut, an denen Leckereien und Kunsthandwerk angeboten werden. Vor allem junge Familien schlängeln sich über den hübschen Platz, der so gemütlich aussieht mit all den Lichtern und Ständen. Mütter und Väter bleiben immer wieder stehen, um mit Bekannten zu plaudern und sich herzlich zu grüßen. Manche Kinder stehen mit bunten Mützen und dicken Fäustlingen vor dem Karussell, das unermüdlich seine Runden dreht. Zwölf Kinderwagen sind davor geparkt, die wartenden Eltern unterhalten sich, bis die Kleinen aus dem Piratenschiff oder Feuerwehrauto steigen oder von den bunten Pferderücken herunterrutschen. Eine Pause bekommen die Pferdchen und die Fahrzeuge auf dem Karussell nicht, dort herrscht den ganzen Tag Hochbetrieb.

Familie John wohnt in Vennhausen und trifft sich traditionell mit Freunden auf dem Gerresheimer Weihnachtsdorf. „Wir finden es nett hier, weil es so übersichtlich ist für die Kinder“, erzählt die junge Mutter. Die Maronen, die sie heute kosten wollten, haben sie noch nicht gefunden. „Aber wir schauen mal, was wir noch entdecken.“

Hungrig wird niemand nach Hause gehen aus dem weihnachtlich geschmückten Weihnachtsdorf. Vom Leberkäse-Brötchen für bezahlbare 2,50 Euro über Crêpes bis hin zur Dinkelquiche mit Ziegenkäse und Spinat – die Auswahl ist für die überschaubare Größe des Gerresheimer Weihnachtsmarktes erstaunlich vielfältig. Gegenüber der Basilika riecht es überall nach Kartoffel-Twistern, spiralförmigen Kartoffeln mit herzhaften Gewürzen an einem langen Holzstab, die besonders bei den kleinen Gästen beliebt sind. Wenige Buden weiter werden Spieße mit Fleisch vom Schweinenacken gegrillt, die es in diesem Jahr zum ersten Mal im Weihnachtsdorf gibt. Duftschwaden wabern von dort aus über den Gerricusplatz.

Engel mit grünen Flügeln von den Düsseldorfer Stadtwerken fliegen mit den pink-beflügelten Engelchen von Mrs. Sporty um die Wette. Sie bieten Trainingstage und Körperanalysen an, um dem Weihnachtsspeck zuvorzukommen, erzählt Antonia Wallerath. „Meine Schwester Ricarda verkauft nebenan ihre Tartes“, sagt sie und lächelt. Die kleinen Sünden aus dem Tarte-Sortiment der jüngeren Schwester, die am Kölner Tor ein kleines Café betreibt, lassen sich dann mit der älteren Schwester gleich wieder abtrainieren. Zur Unterstützung der Engelchen ist sogar der Nikolaus da, sehr zur Freude der Kinder im Weihnachtsdorf.

Zwischen Ständen mit fair produzierten Lebensmitteln und Schalen, Nussknackern und Brettchen aus Olivenholz bekommt ein kleiner Junge gerade Fellpuschen über die Füße gestülpt. Einem größeren Kind wird eine Tüte noch warme gebrannte Mandeln überreicht, während es langsam dunkler und voller wird auf dem Gerricusplatz. Immer wieder schallen vergnügte Kinderstimmen aus der Richtung des Karussells über den Platz. Auch die weihnachtlich dekorierten Fachwerkhäuser um den Festplatz glänzen im Licht tausender Lämpchen, weiter die Gassen durch riecht es immer noch nach würzigem Glühwein mit Schuss und nach Eierpunsch.