Düsseldorf-Gerresheim: Die Ausstellung in der Natur bekommt eine eigene Ausstellung

Kunst in Düsseldorf : Die Ausstellung in der Natur bekommt eine eigene Ausstellung

Beim Artwalk hatte der Kulturkreis Gerresheim Künstler eingeladen, ihre Werke in die Natur einzubetten. Dazu wurde jetzt eine Diashow gezeigt.

Viel Arbeit hatten sich die beiden Kuratorinnen Inken Heske und Christina von Plate gemacht für die Ausstellung „Artwalk – The Show“, die eigentlich nur einen Nachmittag zu sehen war im Kulturbahnhof Gerresheim. Eine Fotoschau, vier Stunden und 18 Künstler: „Der Art Walk im Sommer hat viele Menschen bewegt. Es sind so viele Fotos mit vielen Aus- und Einblicken sowie Impressionen entstanden. Da kam die Idee auf, daraus eine Diaschau zu machen“, erläutert Heske. „Und wenn man die Diaschau öffentlich zeigt, macht es auch Sinn, die beim Artwalk beteiligten Künstler einzuladen. Es ist toll, dass 18 der 20 Artwalk-Künstler einige ihrer Werke bei der Show ausstellen.“ So war die „Blitzausstellung“ des Kulturkreises Gerresheim im Bahnhof ein überdachter Abschluss einer wirkmächtigen Freiluftausstellung. „Wir zeigen noch mal, wie toll es im Sommer im Wald war“, erzählt von Plate. „Es ist Nachlese und Dokumentation. Gleichzeitig ist es auch Bestätigung und Motivation für unsere Arbeit.“ „Artwalk – The Show“ war genauso vielseitig und abwechslungsreich wie „das Original“. Von Streetart, über Skulpturen, Malerei, Fotografie bis hin zur Textilkunst waren im Bahnhof Gerresheim 18 verschiedene Ansätze und Interpretationen von bildender Kunst zu bewundern. Es war aber keine Wiederholung, weil die meisten Künstler im Bahnhof andere Werke ausstellten als beim originalen Artwalk. Schon aus Platzgründen konnte nicht jedes waldaffine Kunstwerk in geschlossenen Räumen mit vier Wänden präsentiert werden. Und doch kam der Forst nicht zu kurz. So spielte die „Frühstücksszene“ im Bild von Gesine Kikol im Wald, Gerhard E. Pinter reduzierte malerisch den Wald in kräftigen Farben auf plakativ-großformatige Weise und Bildhauer Peter Ripka nutzte den wichtigsten Bestandteil des Waldes – Holz –, um daraus filigrane bis grobe Menschenbilder zu schaffen. „Einige der Arbeiten sind sozusagen als Nachwirkung des Art Walks entstanden“, verrät Heske. „Andere Werke sind aus dem normalen kreativen Schaffensprozess der Künstler heraus zu uns gekommen.“

So wurden problemlos fünf Räume mit divergierenden, unterschiedlichen, gegensätzlichen und sich dennoch harmonisch ergänzenden und positiv begleitenden Kunstwerken gefüllt. Einiges fiel durch schrille Farben ins Auge, anderes musste behutsam und langsam entdeckt werden. Das wollten sich viele Kunstfans nicht entgehen lassen. Die Räume der Kurzpräsentation waren durchgängig gut gefüllt. „Der Kulturbahnhof ist schön und verlangt förmlich nach einer etwas längeren Kunstausstellung“, meint von Pape. Sollte die vom Kulturkreis Gerresheim kuratiert werden, lässt das aber noch etwas auf sich warten. Im kommenden Jahr konzentrieren sich die Kulturkreis-Macher auf ihr Jubiläumsfest.

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