Die Künstlergruppe "Das rote Zebra" zeigt Werke im Aloysianum in Düsseldorf Gerresheim.

Kunst in Düsseldorf : Das rote Zebra steht für außergewöhnliche Kunst

Die Künstlergruppe mit Menschen mit Handicap zeigt im Aloysianum ein breites Spektrum künstlerischen Schaffens.

Im Café des Aloysianums zeigen acht Künstler der Gruppe „Das rote Zebra“ aktuell auf Einladung der Bürgerstiftung Gerricus ihre vielseitigen Arbeiten. Sie reichen von Aquarellen über Ölkreidearbeiten bis hin zu Mixed Media Collagen und werden der Outsider Art zugeordnet, das ist Kunst von Künstlern mit geistigem oder psychischem Handicap. Die Werke zeigen ein breites Spektrum künstlerischen Schaffens, u.a. Assoziationen zu Urwaldbildern von Henri Rousseau, zeichnerische Auseinandersetzungen mit Rastern, die Beschäftigung mit Ornamenten, Portraits sowie aus Strichen und Farbflächen entwickelte Traumgebilde von Mensch und Natur.

„Das rote Zebra“ ist ein Zusammenschluss der Künstler Angela Auer, Daniel Egberts, Klaus-Peter Kirchner, Anke Obermeier, Melissa Raymaekers, Alba Strauß, Melanie Woste und Markus Zumpe. Der Name der 2016 gegründeten Künstlergruppe ist einem Werktitel des österreichischen Künstlers Oswald Tschirtner (1920-2007) entliehen, der als einer der bekanntesten Vertreter der Outsider Art galt. „Das rote Zebra“ hat mehrere vielbeachtete Ausstellungen umgesetzt, unter anderem in der Direct Art Gallery in Düsseldorf.

Die Aktion Kunst Stiftung, die die Ausstellung fördert, möchte künstlerisch begabten Menschen mit psychischem und geistigem Handicap im deutschsprachigen Raum mehr Möglichkeiten als Künstler geben. Um dies umzusetzen, entschlossen sich der Künstler Klaus-Peter Kirchner und seine Ehefrau Mechthild Kirchner 2011 zur Gründung der Aktion Kunst Stiftung. Mit ihrem persönlichen und finanziellen Engagement wollen sie als Sprachrohr für die ungesehene Kunst dieser begabten Menschen mit Handicap fungieren.

Das Café im Aloysianum wird montags bis freitags als „Schülercafé Aloys“ genutzt und von vielen Schülern der umliegenden Schulen besucht. Jeden Donnerstagnachmittag kommen dort Menschen jeden Alters und jeder Herkunft zum „Begegnungscafé“ zusammen. Jeden ersten Dienstag im Monat findet im Aloysianum das „Mütter-Väter-Café“ statt. Am zweiten Samstag im Monat öffnet das Café für Väter mit Kindern seine Türen für das Vätercafé.

Die Schau wird noch bis Ostern 2020 im Café des Aloysianums, Gerricusplatz 28, gezeigt.

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