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Der Gerresheimer Turnverein (GTV) präsentiert sich bei "Stars und Sternchen".

Sport in Düsseldorf : Kopfüber durch die Manege

Bei der Turnvorführung „Stars und Sternchen“ zeigten junge Sportler viel Spaß an der Bewegung.

Die Neugier ist riesig. 50 Mädchen liegen wie an einer Perlenschnur aufgereiht dicht an dicht auf dem Hallenboden und spinksen unter der Abtrennung hindurch. Alle wollen wissen, wie es in der großen Dreifach-Halle des Marie-Curie-Gymnasiums bei „Stars und Sternchen“ läuft. Unter dem Motto „Gemeinschaft – Talent – Vielfalt“ führen einige Kinder- und Jugendgruppen des Gerresheimer Turnvereins (GTV) ein vielseitiges Programm auf und zeigen dem Publikum, was sie in ihren Turngruppen so alles gelernt haben.

Das Programm bestand aus einer Mischung aus Kinderturnen, Geräteturnen, Rhönradturnen, Tanzen und Tischtennis. „Es waren 13 Übungsleiter mit ihren Gruppen dabei. Insgesamt waren 370 Kinder und Jugendliche beteiligt und im Hintergrund haben weitere 60 Helfer als DJ, Moderatorin, Sanitäter, in der Cafeteria oder Kinderbetreuung gearbeitet“, erläutert GTV-Jugendwartin Julia Cygan. „Wir sind alle froh, glücklich und ein bisschen stolz darauf, dass es reibungslos funktioniert hat.“

Etwas mehr als ein halbes Jahr haben Cygan und ihr Team an „Stars und Sternchen“ gearbeitet, geplant, vorbereitet, organisiert und geübt. „Ich weiß nicht, wie viele Stunden ehrenamtlicher Arbeit in die Aufführung geflossen sind, aber es waren viele“, verrät die Jugendwartin.

In der Eleganz der Langsamkeit besonders beeindruckend waren die Darbietungen der Rhönradgruppen. „Für mich ist ‚Star und Sternchen‘ immer der Höhepunkt meines Sportjahres“, meint die 18-jährige Anna Kleine. „Ich nehme nicht aktiv an Wettkämpfen teil, habe aber schon vier Mal bei Stars und Sternchen gezeigt, was ich kann.“ Seit insgesamt sechs Jahren turnt Kleine auf, im und mit dem Rhönrad und leitet als Trainerin auch Rhönrad-Neulinge in die Geheimnisse des ungewöhnlichen Sportgeräts ein. „Mit dem Rhönrad kann man unheimlich viel machen. Man kann im und außerhalb des Rades, im Rollen und im Stehen turnen, Spiralen formen und es als Sprunggerät nutzen“, schwärmt Kleine. „Es macht einfach riesigen Spaß. Und wir sind eine große Freundschaftsgruppe geworden. Der Spaßfaktor spielt die entscheidende Rolle, dass die Rhönradabteilung so groß geworden ist.“ Insgesamt 75 Rhönrad-Sportler, überwiegend weiblichen Geschlechts, zwischen 5 und 21 Jahren gibt es derzeit beim GTV. Einige davon zeigten in Einzel- und Gruppenchoreographien wie schön und elegant dieser Sport ist. „Man braucht Kraft, Beweglichkeit, etwas Mut, die Welt auf dem Kopf zu sehen, Körperspannung, Orientierungsfähigkeit im Raum und Gleichgewichtssinn“, erläutert Übungsleiterin Nicole Kleine. „Das klingt zunächst abschreckend, weil es so viel ist. Aber das kann man alles lernen.“

Und wenn man bei „Stars und Sternchen“ noch nicht perfekt ist, bekommt man vom GTV Hilfestellung. So tanzte bei einer Tanzvorführung von jungen Mädchen Übungsleiterin Marina Müller die Choreographie am Hallenrand mit, bzw. vor, so dass die jungen Tänzerinnen immer abgucken konnten. „Wir wollen allen den Spaß an der Bewegung vermitteln“, so Cygan. „Und wir haben mit ‚Stars und Sternchen‘ allen gezeigt, wie viel Spaß Bewegung macht.“