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Gerresheim: CDU will Neustart für das Glasmacherviertel

Gerresheim : CDU will Neustart für das Glasmacherviertel

Heiner Bremer fordert Rückbesinnung auf den Gewinnerentwurf des Werkstattverfahrens von 2009.

Die CDU in der Bezirksvertretung 7 will nach der Ankündigung des Projektentwicklers Patrizia, das alte Glashüttengelände verkaufen zu wollen, wieder zurück zu der ursprünglichen Planung. Grundlage für die Bebauung des Glasmacherviertels soll der Gewinnerentwurf des Werkstattverfahrens von 2009 sein. Das will die CDU in der Sitzung im September beantragen.

Hanno Bremer, Vize-Bürgermeister im Bezirk, will nach dem möglichen Eigentümerwechsel "die Chance für eine umsichtige Entwicklung des Glasmacherviertels" nutzen: "Wir brauchen jetzt einen Neustart. Die gesamte Planung in all ihren Facetten sollte noch einmal gründlich überdacht werden." Konkret möchte die CDU die denkmalgeschützten Gebäude erhalten und den Anteil an Geschosswohnungsbau, Eigenheimen und Reihenhäusern auf dem Stand des früheren Siegerentwurfs realisieren lassen. Dieser Entwurf ist 2009 aus einer Beteiligung von Bürgern hervorgegangen.

Es gehe Bremer vor allem um die Bewahrung von Lebensqualität: "Im Stadtbezirk 7 droht massive Blockbebauung. Das Neubaugebiet Am Quellenbusch ist schon fast fertig. Folgen werden neben dem Glasmacherviertel auch die Gebiete Am Gallberg, Villa Sohl und Bergische Kaserne. Wir brauchen überall einen ausgewogenen Mix aus Einfamilien-, Mehrfamilien- und Reihenhäusern, sonst verlieren die Menschen am Ende massiv an Lebensqualität." Im Glasmacherviertel sollen daher nach Bremers Wunsch künftig mehr Eigenheimbesitzer zum Zug kommen: "Der Traum vom eigenen Haus soll hier gelebt werden können."

Mit Sorge betrachtet Bremer die Verkehrslage im Bezirk 7: "Die geplanten Ortsumgehungen L404 und Flingern wurden gekippt. Wer sich die aktuelle Verkehrssituation auf unseren Straßen ansieht, mag sich gar nicht vorstellen, wie es einmal sein wird. Wo finde ich einen Parkplatz, wo stehe ich nicht im Stau, und wie komme ich zur Arbeit: Das sind die Fragen, die Verwaltung und Politik den Bürgern dringend beantworten müssen."

Bei der gebotenen Diskussion um Wohnungsbau und Verkehrserschließung dürfe laut Bremer die Wirtschaft nicht vergessen werden: "Auch das Gewerbe wollen wir hier haben. Es muss noch ausreichend Arbeitsplätze in unserem Stadtbezirk geben."

(RP)