Bebauung des „Lagers 61“ in Düsseldorf ist derzeit nicht möglich

Bauen in Düsseldorf : Eine Bebauung des „Lagers 61“ ist derzeit nicht möglich

Noch immer ist das Grundwasser durch PFT verunreinigt. Das beeinflusst auch mögliche Bauvorhaben auf dem Gelände.

Vor 18 Jahren gab es im sogenannten „Lager 61“ auf dem Gelände der Gerresheimer Glashütte einen Großbrand. Bei dem Löschschaumeinsatz wurde das Grundwasser mit perfluorierten Tensiden (PFT) verseucht. Noch bis mindestens 2020 führt die Stadt eine schon seit mehreren Jahren laufende Sanierung des Grundwassers durch. Vor diesem Hintergrund fragte jetzt die CDU, zusammen mit dem fraktionslosen Michael Möller, wie groß die aktuelle nutzbare Fläche sei und welche Randbedingungen für eine mögliche Bebauung zu beachten seien. Auch bei der Einwohnerfragestunde wurde die Nutzbarkeit des „Lagers 61“ thematisiert. Nach Auskunft der Verwaltung hat die derzeit nutzbare Fläche eine Größe von rund drei Hektar.

Allerdings gebe es bestimmte Aspekte zu beachten, die eine Nutzung einschränken würden. Beispielsweise soll im südlichen Teil die Weiterführung der Ortsumgehung Gerresheim bis zur Höherhofstraße erfolgen. Eine konkrete Zeitschiene für diese Planung liege jedoch noch nicht vor. Des Weiteren sei zu beachten, dass auf dem Gelände Auffüllungen von circa fünf Meter Stärke vorliegen. Nicht zuletzt sollen auf dem Gelände später einmal Sport- und Gewerbeflächen entstehen. Detaillierte Rahmenbedingungen dafür würden allerdings erst im Laufe eines Bebauungsplanverfahrens festgelegt.

Die Art und das Maß einer möglichen Bebauung würden sich maßgeblich danach richten, ob die Auffüllungen abgetragen werden oder nicht. Eine massive Bebauung wäre auf dem jetzigen Gelände jedenfalls statisch kaum möglich. Die Frage, ob der nicht rechtswirksam gewordene Bebauungsplan neu aufgelegt werde, beantwortete die Verwaltung wie folgt: Für ein künftiges Planverfahren werde der seinerzeit begonnene Plan nicht weiterverfolgt, da die nördliche Fläche auf absehbare Zeit nicht zu nutzen ist und somit die gesamte Struktur anzupassen sei. Vielmehr soll die östlich angrenzende Fläche westlich der Düssel mit einbezogen wird – wenn es die Altlasten denn zulassen.

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