Bauvorhaben : So soll der Gerresheimer Bunker aussehen

In der Bezirksvertretung 7 werden kommenden Dienstag zum ersten Mal die Pläne vorgestellt.

Bereits im Juni vergangenen Jahres wurde bekannt, dass in dem alten Gerresheimer Hochbunker an der Heyestraße Wohnungen entstehen sollen, hatte die Rheinische Post die Pläne des Investors erstmals vorgestellt. Zunächst wurde nur die äußere Verkleidung abmontiert und innen entrümpelt, inzwischen ist der Bauantrag aber so ausgereift, dass er am Dienstag, 22. Januar, in der Sitzung der Bezirksvertretung 7 (17 Uhr, Rathaus Gerresheim, Neusser Tor 12) zur Abstimmung vorgelegt werden kann. Vorab: Die Verwaltung hat keinerlei Bedenken und würde dem Bauvorhaben grünes Licht erteilen.

Geplant ist, den Anbau um drei zusätzliche Wohngeschosse und den Hochbunker um zwei weitere Wohngeschosse aufzustocken. Die übrigen Obergeschosse des Hochbunkers sollen ebenfalls zu Wohnzwecken umgenutzt werden, so dass insgesamt 24 neue Wohneinheiten entstehen. Im Erdgeschoss sind ein Bio-Supermarkt sowie ein Bio-Imbiss vorgesehen, im Untergeschoss ist eine Tiefgarage geplant. Zudem sollen eine Kindertagespflegestelle und eine Kindertagesstätte entstehen. Welche wichtigen Themen sonst noch in der Sitzung diskutiert werden:

Glasmacherviertel Planungsamtsleiterin Ruth Orzessek-Kruppa und Ulrich Tappe vom Investor Brack Capital werden einen Sachstandsbericht zum Glasmachertviertel abgeben, nachdem der neue Eigentümer die Planungen überarbeitet hat. Im Zusammenhang mit Glasmacherviertel und Bunker ist auch die Dringlichkeitsentscheidung zum Umbau der benachbarten Nachtigallstraße zu sehen. Statt sechs sollen nur die vier Kastanien vor dem Bunker gefällt werden, die zwei an der Bushaltestelle sollen erhalten bleiben. Bedingung ist außerdem, dass im Bereich der neuen Parkplätze für den Bunker drei Ersatzpflanzungen vorgenommen werden, auch sollen die Fassade begrünt und ein Birkenhain angelegt werden.

Gerricusplatz Auf Antrag der Grünen hatte die Bezirksvertretung in der letzten Sitzung beschlossen, die Bereiche Gerricusplatz und Alter Markt in Gerresheim in verkehrsberuhigte Zonen umzuwandeln, um so den Schleichverkehr einzudämmen. Die Stellungnahme der Verwaltung: Rund um den Gerricusplatz sei das möglich und könnte sogar zeitnah umgesetzt werden, da der Aufenthaltscharakter überwiegt und der Verkehr eine untergeordnete Rolle spielt. Beim Alten Markt sei es genau umgekehrt, die Straße stelle eine viel genutzte Verbindung zwischen Kölner Tor und Steinstraße dar, hier sei das Ansinnen also abzulehnen.

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