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Düsseldorf: Altenheim Gerricus-Stift modernisiert

Düsseldorf : Altenheim Gerricus-Stift modernisiert

Über den besseren Komfort in seinem Altenheim-Zimmer ist Panagiotis Rigadis erfreut. "Der Umbau der Zimmer ist toll. Vor allem ist das Bad sehr viel größer geworden, das Duschen und Waschen ist unproblematischer, weil es nicht mehr so eng ist", sagt er fast schwärmend.

Er gehört zu den 18 Bewohnern des Altenheims Gerricus-Stift, die in rundum erneuerte Zimmer ziehen konnten. Mit dem Einzug ist der erste Bauabschnitt der Sanierung des Altenheims beendet. "Sie ist nötig geworden, weil es neue gesetzliche Vorgaben für die Größe und Ausstattung der Zimmer gibt, die bis 2018 umgesetzt werden müssen", erklärt Remy Reuter, Leiter des Gerricus-Stiftes.

So müssen 80 Prozent der Bewohner in Einzelzimmern wohnen können. "Künftig werden 103 Senioren in 75 Einzelzimmern und 14 Doppelzimmern wohnen können", sagt er. Damit ist die Zahl der Plätze um sechs gesunken, "weil die Zimmer größer werden mussten". Teilweise seien die Umbauten einfach, teilweise müssten Wohnbereiche entkernt und neu aufgeteilt werden.

"Die Bauarbeiten sind zwar eine große Herausforderung für alle. Denn der Lärm ist teilweise stark, und es gibt zwangsläufig Einschränkungen", sagt Heimbewohnerin Hildegard Rolland. Aber die Heimleitung und die Pfleger würden alles gut meistern.

Und mit dem Ergebnis sind alle zufrieden. "Vor allem die neuen Badezimmer mit der modernen und praktischen Einrichtung sind eine Erleichterung bei der Pflege", sagt die kommissarische Pflegedienstleiterin Petra Reinartz und nennt horizontal verstellbare Sitze in der Dusche, individuell verstellbare Griffe neben der Toilette und auch das besonders geformte Waschbecken als Beispiele. Zudem seien die Zimmer größer als bisher, so dass sich die Bewohner sicherer und freier bewegen können.

Erleichterung bei der Pflege und mehr Mobilität ermöglicht auch ein moderner, elektrisch betriebener Deckenlift, mit dem Bewohner, die sehr stark in ihrer Bewegung eingeschränkt sind, vom Bett in einen Stuhl gehoben werden können. In jedem Zimmer ist die notwendige Deckenschiene für den Lift bereits installiert. Bisher mussten Bewohner mit einem fahrbaren, sehr großen Lift aus dem Bett gehoben werden. Das war umständlich, für die Pflegerinnen anstrengend, und die Bewohner fühlten sich meist unsicher, so Reinartz.

"Das Gerricus-Stift ist das erste Altenheim in Düsseldorf, das in diese Technik investiert", ergänzt Reuter. Außerdem können die neu hergerichteten Zimmer elektronisch ähnlich wie in einem Hotel abgeschlossen werden, auch das sei für die Bewohner eine Erleichterung.

Auch wegen des sichtbaren Komforts werden die Unannehmlichkeiten durch die Umbauten gern in Kauf genommen. Zurzeit läuft der zweite Bauabschnitt, fünf weitere folgen in den kommenden Jahren. "2016 ist dann das Altenheim vollständig modernisiert", so Reuter. Dann sind auch die einzelnen Wohnbereiche großzügiger und schöner geworden, in denen sich die weniger beweglichen Bewohner gerne aufhalten. Dort können künftig dann auch Sitzgymnastik und Übungen für Gedächtnistraining angeboten werden.

Diese Verbesserungen genießt auch Hildegard Rolland. Sie hat die Unannehmlichkeiten während des Umbaus — sie musste vorübergehend in einen anderen Raum ziehen — schon fast vergessen. "Das Zimmer ist wohnlicher geworden, ich will jetzt nicht mehr umziehen", sagt sie bestimmt.

(RP)