Gerresheim : Alte Tennishalle weicht Wohnungen

Die Tecklenburg-Gruppe hat das Grundstück an der Heyestraße in Gerresheim erworben und will dort Gewerbe und ein Hotel mit 127 Betten verwirklichen. Es sollen rund 50 Mietwohnungen im mittleren Preissegment entstehen.

Auf dem Grundstück gegenüber dem Glashüttengelände, auf dem sich aktuell noch das alte Tenniszentrum befindet, soll ein neues Quartier entstehen. Die Tecklenburg-Gruppe mit Sitz in Düsseldorf und Straelen hat die rund 9000 Quadratmeter große Fläche an der Heyestraße 179 in Gerresheim erworben. Verkäuferin ist eine Erbengemeinschaft aus Berlin. In dem Tenniszentrum hatte es vor drei Jahren gebrannt. Der Schaden, insbesondere am Dach, erwies sich damals als irreparabel, nach mehr als 30 Jahren wurde der Spielbetrieb zwangsläufig eingestellt. Das Feuer soll durch Abdichtungsarbeiten am Dach ausgelöst worden sein, der Schaden wurde auf mindestens 100.000 Euro geschätzt.

"Wir werden an dieser Stelle eine Quartiersentwicklung mit Wohnen, einem Hotel und kleineren Gewerbeeinheiten umsetzen, der Bauantrag ist eingereicht", bestätigt Projektleiter Torsten Hönisch. Die Planung soll sich am bestehenden Bebauungsplan orientieren. "Wir werden das Rad zwar nicht neu erfinden, Abweichungen wird es aber geben", sagt Hönisch.

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Daher muss das Bauvorhaben auch erst die Bezirksvertretung 7 passieren. Ob das wirklich noch vor der Sommerpause klappt, kann Bezirksbürgermeister Karsten Kunert zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen. Noch befinde sich das Unternehmen in Verhandlungen mit der Stadt über Art und Umfang der Bebauung, auch mit der Politik werde das Gespräch gesucht. "Das läuft aber ziemlich gut, ich habe den Eindruck, unsere Ideen werden positiv aufgenommen, da sich das Quartier optimal in das Gelände mit der bestehenden Bebauung einfügt. Der städtebauliche Vertrag ist jedenfalls in Vorbereitung", erklärt Hönisch. Noch müsse die Frage der Erschließung geklärt werden, auch bei der Fassadengestaltung gebe es weiteren Abstimmungsbedarf.

In dem Wohngebiet sollen ein Mehrfamilienhaus mit 28 Wohnungen sowie drei Blöcke mit Reihenhäusern entstehen, "alles zur Miete, kein Eigentum, im mittleren Preissegment", zählt der Projektleiter auf. Entlang der Glashüttenstraße ist ein Gewerberiegel mit kleineren Handelsflächen vorgesehen, die vor allem der Nahversorgung dienen, auch Büros und Gastronomie seien denkbar. Ebenfalls soll ein Hotel mit 127 Betten entstehen. "Das wird ein Betreiber der Kategorie ,Drei Sterne plus' übernehmen, das Konzept soll vor allem eine jüngere Zielgruppe ansprechen", sagt Hönisch. Nicht zuletzt soll eine Großtagespflege dort Raum finden. Verworfen hat der Projektentwickler dagegen die Idee, einen Wellnessbetrieb zu integrieren. "Dafür besteht immer ein großer Bedarf an Stellplätzen, das gibt der Platz auf dem Gelände einfach nicht her", erklärt der Tecklenburg-Mitarbeiter.

Die Wendeschleife der Rheinbahn ist nicht Bestandteil des Grundstücks. Die soll ohnehin wegfallen und auf der anderen Straßenseite am jetzigen Kulturbahnhof als Kopf-Haltestelle neu entstehen - allerdings erst mit den Ausbauarbeiten des Glasmacherviertels, und die lassen bekanntlich auf sich warten. "Wir werden an unserem Quartier Lärmschutz errichten, um es von dem Areal der Wendeschleife zu trennen. Wann dort genau etwas passiert, ist Zukunftsmusik, darauf haben wir keinen Einfluss", sagt Torsten Hönisch. Statt der Wendeschleife ist ein Park & Ride-Platz mit mehr als 150 Stellplätzen geplant.

(arc)