Bezirksvertretung 7 : Streit um Trinkbrunnen in Gerresheim

SPD und FDP wollen ihn an der Heyestraße, Grüne und CDU aber lieber am Neusser Tor haben.

Trinkbrunnen sind eine schöne Sache, diverse davon stehen bereits im Düsseldorfer Stadtgebiet. Im Prinzip soll aber jeder Stadtteil einen bekommen. Aber eben nur einen. Darüber gab es Streit in der Bezirksvertretung 7. Anlass war der Antrag der Grünen, die Installation eines öffentlichen Trinkbrunnens am Neusser Tor nahe des Aloys-Odenthal-Platzes und des dortigen Sitzrondells vorzunehmen. „Dort halten sich viele Menschen auf, das Gerricusstift ist auch nicht weit, und neuerdings weisen ja sogar Autobahnschilder darauf hin, dass das historische Zentrum von Gerresheim sehenswert ist“, argumentierte Eva Mörger. Bei der CDU rannte sie damit offene Türen ein. Rainer Klöpper: „Die Zielgruppe sind Touristen.“

Nicht so bei SPD und FDP, die den Standort Heyestraße bevorzugen würden. Zwar war auch Mörger der Meinung, man dürfe Gerresheimer Norden und Süden nicht gegeneinander ausspielen, und am besten sollten beide Standorte realisiert werden, „es gibt aber nun mal nur einen für jeden Bezirk“, stellte Elke Fobbe (SPD) klar. Es solle nicht immer alles nur ins Zentrum, „wir wissen um die Probleme im Süden“, so Fobbe. Ein idealer Standort sei der Rote Platz an der Heyestraße, dort gebe es bereits den öffentlichen Bücherschrank und Bänke. Den Hinweis von Sönke Willms-Heyng (FDP), es existiere im Zentrum bereits ein Trinkbrunnen, wollte Mörger so nicht gelten lassen. „Das ist nur eine Schwengelpumpe.“ Man einigte sich am Ende auf den Vorschlag von Bezirksbürgermeister Karsten Kunert: Beide Standorte werden von der Verwaltung auf ihre Machbarkeit überprüft.

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