Wersten: Gegner von Spielweise des VfL begeistert

Wersten : Gegner von Spielweise des VfL begeistert

Nach dem Sieg des VfL beim Süd-Cup ziehen zwei Trainer ein unterschiedliches Resümee. 04-Trainer Dirk Röpke, freute sich, dass sein junges Team Spielpraxis bekam. Für VfL-Trainer Faßbender zeigte es nicht den Leistungsstand.

Dirk Röpke, Fußball-Trainer des SV Wersten 04, hatte damit gerechnet. "Nachdem der SFD abgesagt und der FC Maroc dafür eingesprungen war, war die Finalpartie des Süd-Cups eigentlich schon vor dem Turnier klar. Benrath stellte die klassenhöchste Mannschaft, und der FC ist Aufstiegsfavorit Nummer eins in der Kreisliga A", erklärte Röpke. Und, dass der VfL, der einzige Landesligist im Kreise von Kreisligisten, den Pott sicher holt, damit war ebenso zu rechnen.

Dass Röpke in der Organisation des Süd-Cups aber fast mehr am Telefon hängen würde als sein Team zu coachen, damit war nicht zu rechnen. Der Grund für den unfreiwilligen Beschäftigungswechsel war die unvorhergesehene Absage des Garather SV nach der Vorrunde. Die Garather hatten sich nach einem 3:0 über die SG Benrath-Hassels und dem 0:6 gegen den VfL fürs Halbfinale qualifiziert. Doch dazu traten sie nicht an. "Sie haben wohl für die Vorschlussrunde keine Mannschaft mehr zusammenbekommen. Da habe ich mich ans Telefon gehängt und unsere zweite Mannschaft aktiviert, so dass wir das Turnier mit sechs Mannschaften zu Ende spielen konnten", so Röpke.

Trotz der erhöhten Arbeitsbelastung hat der Süd-Cup dem SV-Coach viele wichtige Erkenntnisse gebracht. "Ich bin insgesamt zufrieden. Wir haben viel ausprobiert und alle Spieler sind zum Einsatz gekommen. Wir haben uns von Spiel zu Spiel gesteigert und sind im Halbfinale gegen FC Maroc unverdient ausgeschieden", erklärt Röpke. Das 0:1 hätten die 04er in der zweiten Halbzeit ausgleichen können, nutzten aber keine ihrer vielen Einschussmöglichkeiten. Das ist auch dem Durchschnittsalter des Röpke-Teams geschuldet. "Bis auf zwei, drei Ausnahmen habe ich nur 18-, 19-Jährige in der Mannschaft. Sie brauchen noch etwas Zeit. Deshalb ist unser Saisonziel auch der Klassenerhalt in der Kreisliga A. Wir wollen so früh wie möglich Ruhe haben", erläutert der Wersten-Trainer.

Mit der Süd-Cup-Turnierform — innerhalb von fünf Tagen spielte jedes Team viermal bei einer Spieldauer von zweimal 30 Minuten — ist der SV-Coach sehr zufrieden. "Das ist ein kompaktes Turnier, das einen weiter bringt. Die Spieldauer ist nicht zu lang und nicht zu kurz. Diese Turnierform ist weit effektiver als Ein-Tagesturniere, bei denen die Spielzeit vielleicht zweimal 15 Minuten beträgt", resümiert Röpke. Ganz so euphorisch fällt das Urteil von Olaf Faßbender, dem Trainer des Turniersiegers, nicht aus. "Der Süd-Cup bringt schon etwas für die Vorbereitung. Wenn es darum geht, Spielzüge zu festigen, einzuschleifen, weil man viel im Ballbesitz ist, dann bringt es was. Will man aber den Leistungsstand des Teams testen, dafür ist dieses Turnier für uns leider nicht geeignet", sagt Faßbender. Logisch, spielen die Benrather doch mindestens zwei Klassen höher als die Gegner. Dennoch gewann der VfL nicht nur den Cup, sondern Faßbender auch Erkenntnisse für die kommende Saison. "Von der Physis her stehen wir da, wie es nach dem Vorbereitungsplan sein sollte. Jetzt arbeiten wir vermehrt an der Spritzigkeit. Vom Spielerischen her stimmen einige Laufwege noch nicht, aber wir haben ja noch bis zum Meisterschaftsstart am 24. August Zeit, das zu perfektionieren", so Faßbender.

Die Spielweise des VfL beim Süd-Cup beeindruckte aber bereits die Gegner. "Ich denke, der VfL wird in der Landesliga zu den TOP Fünf gehören", prophezeit Röcke.

(tino)
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