Städtebautag 2019: Neue Namen für die Zentren von Düsseldorf Garath

Städtebautag 2019 : Bürger schlagen neue Namen für Garaths Viertel vor

Im Rahmen eines Aktionstages präsentierte sich das Projekt „Garath 2.0“ den Bürgern. Gesucht werden vor allem klangevollere Namen für die Teile des Viertels, die bisher nach den Himmelsrichtungen bezeichnet sind.

Den Tag der Städtebauförderung nutzt das 2016 begonnene Stadtteil-Projekt Garath 2.0 als Aktionstag zur Präsentation neuer Ideen, bei dem maßgeblich Anregungen der Bürger aufgenommen werden sollen. „Unter Beteiligung der Garather sind bislang für Garath viele Projekte umgesetzt worden“, sagte Oberbürgermeister Thomas Geisel. „Garath hat riesiges Potential“, so Geisel in seiner Einschätzung, die sichtlich für Zufriedenheit bei Bezirksbürgermeister Uwe Sievers und Bezirksverwaltungsstellenleiter Uwe Sandt sorgte.

Im Rahmen des Städtebautages waren die Anwohner vom eingerichteten Quartiersmanagement aufgerufen, für die einzelnen Teile des Stadtteils Garath, die bisher nach der Kompassnadel in Nord-West und Nord-Ost sowie Süd-West und Süd-Ost eingeteilt sind, neue, charakteristische Namen zu finden. Bis zum 30. Juni können Postkarten mit entsprechenden Vorschlägen im Stadtteilbüro Garath 2.0., Fritz-Erler-Straße 27, abgegeben werden. „Wir hoffen, bei den Bewohnern so letztlich auch die Identifizierung mit ihrem Stadtteil zu vergrößern“, sagt Silke de Roode, die gemeinsam mit Isabel Maniura als Ansprechpartnerin für die Neugestaltung des Viertels im Stadtteilbüro fungiert.

„Ich würde den leider durch Bahntrasse und Autobahn geteilten Stadtteil klangvolle Namen geben: Im Westen am Fluss vielleicht ‚Rheinaue’ und für den östlichen Teil würde ich den Namen ‚Eichwald’ vorschlagen“, sagt Dirk Löffel­bein „und dabei würde bei beiden Bezeichnungen das zahlreich vorhandene Grün und die Schönheit des Stadtteils unterstrichen.“

Allerdings nutzen Bürger den Aktionstag auch für andere Vorschläge abseits der Namensgebung. „Ich bin berufstätig und wünsche mir einen Wochenmarkt, der bis 22 Uhr geöffnet ist, auf dem ich nicht nur meine Einkäufe des täglichen Bedarfs erledigen kann, sondern der zudem auch ein kulinarisch interessantes Angebot bietet, das den Markt dann zusätzlich zum attraktiven Treffpunkt macht“, sagt Heidrun Tobolski, die entsprechende Beispiele von Märkten aus Köln und Gelsenkirchen kennt. Ein derartiger Markt würde sicherlich auch Kunden aus Benrath, Hilden sowie Langenfeld anziehen, ist sich die seit 1992 im Stadtteil wohnhafte Garatherin sicher. Als bereits realisiertes Projekt präsentiert sich der neue Jugendtreff GestaltBar den zukünftigen Besuchern. „Hier können sich Jugendliche ab 13 Jahren treffen und erhalten maßgeblich Unterstützung bei der Durchführung eigener Ideen“, erklärt Jugendamtsmitarbeiter Michael Hein das Konzept. Simone Hammes betreut darüber hinaus das Kinderparlament, ein Pionier-Projekt im Vorfeld des Jugendrates. „Ich will mich besonders für den Klima- und Umweltschutz einsetzen, aber auch für bessere Spielflächen für Kinder in Garath“ sagt Joshua Zabel, zehnjähriger Kinder-Parlamentarier.

Mehr von RP ONLINE