Garath: Politiker fordert Abriss der Bauruine Goldener Ring

Garath: Politiker fordert Abriss der Bauruine Goldener Ring

Bezirksvertreter Peter Ries ist der Auffassung, dass das Gebäude asbestverseucht ist. Umwelt informiert in der BV-Sitzung.

Als einen Schandfleck bezeichnet Peter Ries seit Jahren die Bauruine "Goldener Ring". Seit fast fünf Jahren ist dem Bezirksvertreter der Freien Wähler die abgebrannte Gaststätte ein Dorn im Auge. Denn seit dem Brand im Juni 2010 steht das Gebäude leer. In der Sitzung der Bezirksvertretung 10 am Dienstag, 24. Februar, wird die stellvertretende Umweltamtsleiterin Inge Bantz einen Bericht zur Brandruine geben. "Ich will dann klipp und klar wissen, dass von dort keine Gefahr ausgeht", sagt Ries, der gespannt auf den Vortrag ist. Außerdem möchte er definitiv erfahren, was weiter passiert. Er ist nach wie vor der Überzeugung, dass umweltschädliche Gifte - vor allem nach Regen - ins Grundwasser fließen. Sein Appell: "Es muss dringend etwas getan werden. Und da sieht er die Kirchengemeinde St. Matthäus als Eigentümer in der Pflicht. "Wenn die Gemeinde weiß, dass erstmal nicht gebaut wird, so kann sie doch zumindest schon mal das Gebäude abreißen lassen", sagt Ries und ergänzt, sie könne dann in der Übergangsphase beispielsweise Gras wachsen lassen.

"Einen Zaun mit Herzchen-Grafitti aufzustellen, reicht nicht aus", sagt Peter Ries, der in der Bezirksvertretung 10 immer wieder auf die Problematik des "Goldenen Ring" aufmerksam gemacht hat. Er geht davon aus, dass die Brandruine asbestverseucht ist. "Das Dach ist undicht, so dass Regenwasser eindringt und giftige Substanzen wie Asbest aus der verbrannten Dach- und Deckenkonstruktion und dem Inventar ausgeschwemmt werden", sagt Ries. Mehrfach hat er nachgefragt, ob ein Gutachten erstellt wurde oder eine Untersuchung nach Schadstoffen und Schadeinflüssen durch Bau- und Gebäudeschadstoffe stattgefunden habe.

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"Das Bundesumweltamt sieht keine Gefahr", sagt Ries. Er will sich aber damit nicht zufrieden geben. Es habe mehrere Begehungen der Brandruine gegeben, auch mit dem städtischen Umweltamt - aber er als Antragsteller und Beschwerdeführer sei nie eingeladen worden.

Zwar hat inzwischen der Eigentümer, die Katholische Kirchengemeinde, Grünes Licht bekommen, dort ein Gemeindezentrum zu errichten. Doch das wird dauern, so Pfarrer Martin Ruster von der zuständigen Gemeinde St. Matthäus, die vor drei Jahren das Grundstück gekauft hat.

(RP)
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