Garath: Parkour-Park soll im Herbst fertig sein

Garath : Parkour-Park soll im Herbst fertig sein

Beim Bürgerfest wurde das Konzept des künftigen Bewegungspark an der Stettiner Straße vorgestellt.

TicTac, Dèmi-Tour oder Überwindung mit Drop-Bewegungen - das sind Begriffe aus dem Parkour-Sport. Ab Herbst ist Parkouring auch in Garath möglich. Denn der Bolzplatz an der Ecke Stettiner-/Frankfurter Straße wird bis zum Herbst komplett neu gestaltet und saniert. Herzstück soll dabei eine Bewegungsfläche sein - versehen mit Stangen und Betonelementen für den Parkour-Sport. Die Neugestaltung des Platzes ist eines von rund 50 Vorhaben des Projektes Garath 2.0, das den Stadtteil attraktiver machen soll.

"Insgesamt werden rund 140.000 Euro in das Projekt Bewegungspark investiert, das im Herbst fertig sein soll", sagt Uwe Sandt, Bezirksstellenleiter für Garath und Hellerhof. "Der Bolzplatz und die Basketballfläche werden dabei saniert und der Bereich für den Parkour entsteht ganz neu."

Am Tag der Städtebauförderung am Samstag gab es am Nachmittag auf der Anlage ein kleines Bürgerfest. Dort konnten die Anwohner anhand von zwei Parkour-Demonstrationen einen ersten Eindruck des Sports bekommen und sich die künftige nun besser vorstellen. Dafür wurden mehrere mobile zylinderförmige Elemente und Metallstangen aufgebaut. Wer sich traute, konnte auch selbst sein Parkour-Talent ausprobieren.

Bevor mit dem Projekt "Bewegungspark" gestartet wurde, gab es einen Runden Tisch bei der Bezirksvertretung, an dem verschiedene Parteien ihr Wissen mit einbrachten, wie etwa Personen aus der Düsseldorfer Parcourszene, der Stadtplanung und dem Gartenamt. "Bei so einer Anlage ist es wichtig, dass der Parkour von vorne bis hinten durchlaufen werden kann, ohne dass man den Boden berühren muss. Das ist hier gegeben", erklärt Alexander Richer vom Gartenamt, der die Planung betreut. Aber nicht nur aus diesem Grund verspricht der Bewegungspark ein Erfolg zu werden. "Spielplätze haben wir in Garath sehr viele", sagt Sandt. "Mit dem Parkour besteht dann endlich ein Angebot für die Jugendlichen im Stadtteil." Auch die Nähe zum S-Bahnhof ist von Vorteil und lässt Matthias Herding von der Stadtplanung auf überregionale Besucher hoffen. "Die Düsseldorfer Jugend fährt derzeit auch nach Wuppertal oder Köln", sagt er.

Die Sportler, die Parkour betreiben, nennen sich Traceure. Dimitri Reimer von ParcourOne Düsseldorf ist seit 16 Jahren einer von ihnen. Beim Bürgerfest erklärte der 31-Jährige den Besuchern die Faszination an der Trendsportart. "Parkour ist eine Bewegungskunst, die man sowohl alleine als auch in der Gruppe machen kann", erklärt Reimer. "Es ist dabei aber völlig konkurrenzfrei - es gibt keine Wettkämpfe und auch keine Trainer."

Der Traceur ist vielmehr dazu angehalten, sich selbst und seinen Körper kennenzulernen und seine Grenzen auszutesten. "Man kann einfach kreativ sein und das Kind in sich wecken." Darüber hinaus kann jeder sofort loslegen, da kein spezielles Material oder Ausrüstung gebraucht wird. "Ein paar Turnschuhe, das ist alles, was man braucht." Das macht den Sport auch so geeignet für den öffentlichen Bewegungspark. "Die Sportler können sich hier in Eigenregie organisieren, was ihrer Mentalität entgegenkommt", sagt Sandt.

(RP)
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