Markt in Garath Süd-West benötigt dringend Unterstützung

Garath Süd-West: Markt in Garath Süd-West benötigt dringend Unterstützung

Eigentlich ist der Donnerstag-Markt in Garath Süd-West ein beliebter Treffpunkt. Da nutzen die Kunden die Zeit zum Klönen und Informationsaustausch. Doch seit es links und rechts des Einkaufszentrums die beiden Baustellen gibt, haben auch die Marktbeschicker erhöhte Umsatzbußen verkraften müssen.

Der Gemüsemann hat inzwischen sein Angebot reduziert, weil die Kunden ausbleiben. Vom Spitz- und Blumenkohl hatte er gestern nicht ein Stück verkauft. „Wir halten Ihnen die Treue“, sagt Helga Banneberg, die zu seinen Stammkunden zählt. Sie liebt den Markt, das sei wie früher zu Edeka-Zeiten und sie wäre traurig, wenn es den Markt nicht mehr gebe. „Wir halten durch und geben nicht sofort auf“, meint Fleischhändler Holger Jöhren und gibt sich trotz Umsatzeinbußen optimistisch. Doch wie lange noch?

Rita Blömeke ist mit ihrem Mann bei einem Spaziergang in die Einkaufspassage gekommen. Sie geht nicht auf dem Markt einkaufen, sondern fährt für den wöchentlichen Großeinkauf nach Baumberg. „Seit der Edeka geschlossen hat“, sagt sie. „Und so leid es mir tut, dann brauche ich weder Fleisch noch Gemüse, das nur einmal pro Woche angeboten wird.“

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Wie es mit dem Markt weiter gehen soll, darüber macht sich auch Fred Puck, Vorsitzender der Bürger- und Interessensgemeinschaft Garath (BIG), seine Gedanken. Er war es, der nach der Schließung des Supermarktes zahlreiche Hebel in Bewegung gesetzt hat und Marktbeschicker akquirierte. Die Bezirksvertretung unterstützte das Projekt Markt finanziell, in dem sie den Stromanschluss bezahlte. Doch statt fünf Ständen sind es heute nur noch drei (Fisch, Fleisch sowie Obst und Gemüse). „Wir brauchen dringend einen Bäcker, der auch Teilchen anbietet“, sagt Puck. Zwar verkauft Monika Bouwman in ihrem Tabakladen Brötchen und nimmt auch Brot-Bestellungen auf, die die Bäckerei Paas am nächsten Tag liefert. Aber das ist zu wenig, sind sich alle einig.

„Wir brauchen eine vernünftige Lösung für die Marktbeschicker während der Baustellenzeit des Altenheims und des Gemeindezentrums – und danach“, sagt Fred Puck, denn nur so sei die Nahversorgung in Süd-West halbwegs gesichert. Es müsse ein vernünftiger Platz her und die Stromversorgung gesichert sein. „Ich setzte jetzt auf das Marktamt und die Politik“, sagt Puck.