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Kunstwerk „Countdown“ in Düsseldorf Garath nach der Renovierung eingeweiht

Kunst : „Countdown“ nach der Renovierung eingeweiht

Lange hatte das Kunstwerk in Garath unter Wind und Wetter gelitten. Jetzt glänzt es wieder.

Neben dem „Sonnenrad“ von Friedrich Becker war die die „Countdown“-Stehle von Hans-Albert Walter stets ein künstlerisches Wahrzeichen für Garath. Zusammen mit der Sonnenuhr auf der Brücke bilden die Kunstwerke an der Freizeitstätte Garath einen Kunstpfad zum Thema Sonne und Himmel.

Der Zahn der Zeit nagt aber auch an Kunst. So wollten einige Garather Bürgern sich nicht mehr mit dem Zustand der Stehle „Countdown“ von 1980 abfinden, und wandten sich daher an die zuständige Bezirksverwaltungsstelle 10. Die Initiative von deren Leiter Uwe Sandt führte dazu, dass sich die Stehle jetzt in neuem Glanz präsentiert. Wegen der Ausmaße der Stele sah man wohl von einer echten Enthüllung ab, dennoch waren unter anderem Uwe Sievers, Bezirksbürgermeister der BV 10, sowie Heike Walter, Tochter des Künstlers, zusammen gekommen.

Sandt hatte im Vorfeld umfassend recherchiert und schließlich die Düsseldorfer Bau- und Spargenossenschaft als Rechtsnachfolgerin der Wohnungsgenossenschaft „Freies Volk“, die 1993 die Patenschaft für die Stehle übernommen hat, ausgemacht und angesprochen. Vorstandsmitglied Niels Klein signalisierte spontan, dass sich das Unternehmen an der Finanzierung beteiligen wolle. Ideell hat sich auch Heike Walter, Tochter des 2005 in Diepholz verstorbenen Künstlers, an der Renovierung des Kunstwerks eingebracht. Die Stehle zeigt von unten nach oben die Zahlen 9 bis 0, allein auf die Zahlen bezogen, ein Countdown, im Hinblick auf die Richtung jedoch eher ein „Count up“. „Diese Richtungsvorgabe ist sehr wichtig, oben bei Null geht es los, nach oben zum Himmel, in die Unendlichkeit“, sagt Heike Walter, die im Rahmen eigener Ausstellungen gelegentlich auch Arbeiten ihres Vaters zeigt. Hans-Albert Walter zählt zum künstlerischen Umfeld der Gruppe ZERO mit Otto Piene, Heinz Mack und Günther Uecker.

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„Trotz Kunststudiums kam mein Vater aus der Werbung, seine Kunst wurde daher weniger anerkannt als die der prominenteren Namen“, sagt Heike Walter, verweist jedoch auf den Umstand, dass ein Bild Walters, neben Arbeiten von Jörg Immendorff und Markus Lüpertz, zu den wenigen Kunstwerken aus NRW gehört, die vom Landtag angekauft wurden.