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Garath: Konzept gegen Plakate auf Betonsäulen

Garath : Konzept gegen Plakate auf Betonsäulen

Die Bezirksverwaltungsstelle 10 hat gemeinsam mit Straßen.NRW ein Konzept entwickelt, damit die Pfeiler nicht mehr beklebt werden. Jetzt beginnt die Testphase.

Zahlreiche dicke Betonsäulen tragen die Autobahn 59. Doch gerade die Stützpfeiler im Garather Hauptzentrum sehen ziemlich unansehnlich aus. Konkret handelt es sich um acht Säulen zwischen Freizeitstätte und S-Bahnhof-Aufhang, die ständig mit Plakaten vollgekleistert werden. Da hängen dann in Knallgelb die Werbungen für den Garather Trödelmarkt - datiert aus 2015. Die Volkshochschule lässt werben und es gibt Konzertankündigungen aus längst vergessen Tagen.

 Völlig verdreckt sind die Fliesen in der Unterführung. Weder Deutsche Bahn noch die Stadt fühlen sich für die Reinigung zuständig.
Völlig verdreckt sind die Fliesen in der Unterführung. Weder Deutsche Bahn noch die Stadt fühlen sich für die Reinigung zuständig. Foto: Staschik Olaf

"Wir haben immer wieder Beschwerden bekommen, wie hässlich die Säulen wirken", sagt Bezirksverwaltungschef Uwe Sandt. Sicherlich, gesteht er, beim Bekleben - von wem auch immer - handele es sich um eine Ordnungswidrigkeit. Doch geklebt werde meist im Dunklen, die Plakatierer könne man nicht dingfest machen.

Also suchte Sandt nach einer anderen Lösung - und er fand sie in Hellerhof. Im dortigen Einkaufszentrum wurde der Schaukasten von Aldi immer wieder an der Rückseite beklebt. Die dortigen Verantwortlichen ließen an der Rückwand Streben montieren, so dass die Wand uneben wurde. Das war vor einem halben Jahr. "Seitdem gibt es dort keine Klebereien mehr", sagt Sandt und kam auf die Idee, Ähnliches an den Pfeilen anzubringen. Mit Vertretern von Straßen.NRW, zuständig für die Autobahnen (und die dazugehörigen Pfeiler) hatte er Ende des Jahres einen Ortstermin. Geplant ist nun, Gummiprofile dort anzubringen . Die kommen normalerweise aus dem Karosseriebau Das ist jetzt beschlossene Sache. Zunächst soll nur ein Pfeiler getestet werden. Straßen.NRW stellt das Material zur Verfügung, die Bezirksverwaltungsstelle übernimmt die Arbeiten. Mitarbeiter Michael Zwolinkis will nun eine Säule von den Plakaten befreien und die Gummiprofile bis in eine Höhe von zwei Metern. Bei Erfolg kommen in ein paar Wochen die übrigen Pfeiler an die Reihe.

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Dass das Plakatieren von Ankündigungen auch hübsch anzusehen ist, zeigt sich auf dem Benrather Markt. Dort steht eine Liftfaßsäule die regelmäßig ganz akkurat bestückt wird.

Und einen weiteren Schandfleck gibt es in der Unterführung des Garather Hauptzentrums. Die rot-weiße Kachelwand, die der Garather Künstler und Sonderpädagoge Winfried Lucassen entworfen hat. Sie ist als abstrahierte Form einer rot-weißen La-Ola-Welle ein Hingucker, für die sogar Fortuna Düsseldorf die Patenschaft übernommen hat. Allerdings verdreckt sie. Denn keiner fühlt sich zuständig. Für SPD-Ratsherr Jürgen Bohrmann ein Unding. Er will einen Antrag in der Bezirksvertretung stellen, dass die Zuständigkeit der Reinigung endlich geklärt wird. Denn dort ist seit Jahren nicht mehr sauber gemacht worden.

(RP)